Stuttgart 21
Bahnchef Grube im Kreuzfeuer der Kritik

Nach der Baumfällaktion im Schlossgarten haben Parkschützer Strafanzeige gegen die Bahn gestellt. Und für seine Äußerungen erntet Bahn-Chef Grube harsche Kritik aus der Politik. Dabei sind die Parteien selbst tief zerstritten, das Klima zwischen Union und Grüne nahezu vergiftet.
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HB BERLIN STUTTGART.Nach der Baumfällaktion im Stuttgarter Schlossgarten hat die Initiative Parkschützer bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart Strafanzeige gegen die Bahn-Tochter DB Projektbau GmbH gestellt. Hintergrund ist nach Informationen vom Sonntag das Ignorieren von Artenschutzvorschriften.

„Die Bahn muss sofort sämtliche Arbeiten im Schlossgarten einstellen, weil das Eisenbahnbundesamt schon die Baumfällungen an sich verboten hat“, sagte der Sprecher der Initiative Matthias von Herrmann. Die illegale Abholzung müsse geahndet werden. Demonstranten hatten die Rodung mit Blockaden verhindern wollen, die am Donnerstag von der Polizei gewaltsam aufgelöst wurden.

Bahnchef Rüdiger Grube hingegen hält den Widerstand der Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 für nicht gerechtfertigt und ist damit bei der Opposition auf Kritik gestoßen. „Ein Widerstandsrecht gegen einen Bahnhofsbau gibt es nicht“, sagte Grube. „Bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst.“ Das Projekt sei demokratisch ausreichend legitimiert.

Dagegen kritisierte Grünen-Chef Cem Özdemir diesen Entscheidungsprozess. „In Unkenntnis über die wahren Kosten und Risiken wurde über dieses Projekt in Parlamenten abgestimmt“, so Özdemir. Erst jetzt komme die „wirkliche Faktenlage immer mehr ans Licht“.

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  • „Ein Widerstandsrecht gegen einen bahnhofsbau gibt es nicht“, sagte Grube. „bei uns entscheiden Parlamente, niemand sonst.“


    allein dieser Satz zeigt, welcher Geist schon wieder durch Deutschland weht.
    Demokratie? Mitnichten, mit Demokratie hat es unsere kanzlerin nun gar nicht und viele andre auch nicht.
    Demokratie ist ihnen viel zu lästig, sie ist anstrengend
    Diktatorische Maßnahmen sind doch viel einfacher.

    ich glaube wir brauchen in unserem Land eine Organisation ähnlich der weißen Rose, die mit Flugblättern mal wieder die bürger aufrüttelt.
    Allerdings um Himmels Willen keine Gruppe, die stramm links ist, denn die Linken sind nicht weniger diktatorisch als die Rechten.
    im Grnde genommen vertreten sie die gelichen diktatorischen Maßnahmen fürs Volk.

    in unserem Land muß die bürgerliche Mitte wieder aufwachen.

    "Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique "regieren" zu lassen." - im i. Flugblatt der Weißen Rose

    Wenn jemand aus der deutschen Verganheit nichs gelernt hat, dann sind das unsere Politiker
    Wenn sie 20 Jahre nach dem Fall der Mauer und der Überwindung der letzen Diktatur in Deutschland heute wieder so agieren.

    Wie sagte schon Hegel?
    "Was die Erfahrung aber und die Geschichte lehren, ist dieses, daß Völker und Regierungen niemals etwas aus der Geschichte gelernt und nach Lehren, die aus derselben zu ziehen gewesen wären, gehandelt haben."
    Georg Wilhelm Friedrich Hegel

  • Wer bietet mehr ?

    Jeder berufene oder Unberufene setzt Kostenangaben für das Projekt in die Welt wie beim Mittwochslotto. Es darf auch gerne etwas mehr sein.
    Aber komisch ist es schon, dass immer nur bei Vorhaben der bahn auf das Geld geschaut wird. Jeder simple Schwellenwechsel ist mit einer Wirschaftlichkeitsberechnung zu hinterlegen. Und wie ist es bei der Konkurrenz ? Die Straße bekommt ohne viel Federlesen Geld in den Allerwertesten gestopft und auch beim Aus- und Neubau von Schleusen, Kanälen etc. spielt Geld überhaupt keine Rolle. Hat es etwa jemals anhaltende Protestdemonstrationen wegen zu hoher Kosten bei diesen Projekten gegeben ?
    Seltsam oder nicht - ausgerechnet in der Stadt von Daimler, Porsche und bosch wird gegen die Verbesserung der Wettbewerbssituation der bahn protestiert. Nachtigall, ick hör Dir trapsen !

  • Vorteile Mangelware - Umsetzung Mangelhaft

    Greifbare, nachvollziehbare und unbestreitbare Vorteile der Version S21 sind nicht erkennbar, hingegen technische Mängel und Risiken, wie aus unterschiedlichen inzwischen bekanntgewordenen Gutachten ersichtlich.

    Kostenrisiken sind erkennbar.

    Die politische Umsetzung ist dilettantisch.

    Am Ende kann die Auseinandersetzung um S21 zu einem reiferen Demokratieverständnis führen: Projekte mit einer gewissen Tragweite müssen als einzelne Vorlagen vors Volk, sie sind nicht automatisch durch periodische Wahlen legitimiert.

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