„Stuttgart 21“-Schlichtung
Weiter Streit über Unterlagen, Käfer und Geld

Egal ob Wirtschaftlichkeit, Finanzierung oder Wassermanagement - die S21-Gegnern kritisieren zahlreiche, fehlende Unterlagen. Das behindere die Schlichtungsgespräche. Die Bahn hingegen dementiert ein Zerwürfnis zwischen dem Unternehmen und dem Bund, das die steigenden Kosten ausgelöst haben sollen. Auch über den Juchtenkäfer wurde wieder gesprochen.
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HB STUTTGART. In der fünften Runde der „Stuttgart 21“-Schlichtung ist am Freitag wieder über die Offenlegung von Verkehrsunterlagen gestritten worden. Die Gegner des Bahnprojekts warfen der Bahn vor, die Gesprächsgrundlage der Schlichtung „Alle Fakten auf den Tisch“ werde permanent verletzt, da nicht alle Unterlagen zur Verfügung gestellt würden.

Bahn und Landesregierung hielten dem entgegen, über den Umgang mit sensiblen Akten gebe es die Absprache, dass diese in einem abgesicherten Raum in Frankfurt eingesehen werden könnten. Im Anschluss wurde über die ökologischen Auswirkungen und über die Bauplanung auf den freiwerdenden Flächen debattiert.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand ein am Mittwoch bekannt gewordenes Schreiben des Eisenbahnbundesamtes (EBA) an die Deutsche Bahn. Daraus ging hervor, dass das Amt die Zustimmung für den Bau der zum Bahnprojekt „Stuttgart 21“ gehörenden Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm vorerst verweigert hat. Nach der in der aktuellen Kalkulation ermittelten Kostensteigerung müsse die Finanzierungsvereinbarung nachjustiert werden.

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  • Komisch die Db konnte ein kleines Start up Unternehmen verklagen, weil diese kostengünstig Leute auf der Strasse befördert haben.

    Doch die wirtschaftskriminellen Aktivitäten der Leiharbeit die ich hier seit Jahren im Hb eintrage, diese Leute sitzen alle hochgefördert und teuer bezahlt auf ihren Pöstchen, während die normale bevölkerung sich kein Auto oder keine öffentlichen Verkehrsmittel leisten kann.

    Wenn Menschen ums Leben oder in Leiharbeit verheizt werden, dies spielt keine Rolle, doch wenn ein kleines Unternehmen Menschen befördert, wird dieses von der Db bahn verklagt.

    Mariana Mayer, ich bin zuständig für die SW Zulassung von Köln Rhein Main NbS und war in Leiharbeit als Dipl inf. FH dort für 2400 Euro brutto im Monat beschäftigt, über 4 Jahre lang. Gedeckt wurde dies durch die Eba Gutachter. Als ich Mängel offenbarte wurde ich systematisch ausgegrenzt und fertiggemacht im Stuttgarter Wirtschaftsleben. Dies ist hier normal.

    ich sollte vernichtet werden und den Mund nicht mehr aufmachen können. Dafür wurde ich bedroht und und und. Seit 6 Jahren bin ich arbeitslos und zahle die Krankenversicherung vom Unterhalt an mein Kind.

    So läuft die bahnsicherheit in Stuttgart ab.

  • im fernsehen war zwar ein Theologe anwesend doch die Frauenrunde aus Zuffenhausen der evangelischen Kirche war nicht anwesend. Diese hatte das eigene Thema Schnelligkeit und Fortbewegung. Diese Frauen sind nicht eingeladen worden.

    Jedoch lief ein evangelischer kirchlischer Mann auf den Demos rum mit einem Schild : für Stuttgart21.

    Warum werden die evg. Frauen nicht eingeladen?

  • bei allen "Schlichtungsrunden" konnte S21 nur damit punkten, daß es in großen Teilen genehmigt und planfestgestellt ist, bereits bei der Finanzierung tauchen ständig Zweifel auf. Die Diskussionen zeigen, daß Lobbyismus, Großmannssucht der Politiker, verdeckte Korruption und ausufernde Komplexität S21 in seiner bisherigen Vita befördert haben. Es ist nicht zu erkennen, daß eine wirklich umfassende objektive Entscheidungsfindung unter den Aspekten der maßgeblichen Verantwortung vor den bürgern, einer sparsamen Mittelverwendung unter möglichst günstigen Finanzierungsrahmenbedingungen und bei ökologisch minimalen Schäden stattgefunden hätte. S21 ist das konkrete beispiel für die Verkommenheit und Untauglichkeit der sogenannten "repräsentativen Demokratie": Ein protziges und teueres Monstrum ohne eigenen erkennbaren Nutzen! Wir werden bestenfalls vom Mittelmaß regiert, daß sich darin einig ist, die bürger hinters Licht zu führen.

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