Stuttgart
Mappus zieht Konsequenzen aus S21-PR-Desaster

Das Bahnprojekt Stuttgart 21 macht der baden-württembergischen Regierung schwer zu schaffen. Vor allem die CDU leidet unter massiven Umfrage-Rückschlägen. Der Schuldige für das Desaster ist nun offenbar gefunden – im Regierungssprecher.
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HB STUTTGART. Nach nur einem halben Jahr wechselt Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) seinen Regierungssprecher aus: Stefan Diehl verlässt die Villa Reitzenstein und wird durch seinen bisherigen Stellvertreter Heiko Kusche (37) ersetzt.

Die Trennung erfolge „in beiderseitigem Einvernehmen“, teilte das Staatsministerium am Freitag in Stuttgart mit. Diehl sehe seine Zukunft nicht auf dem Feld der Politik und wolle in die Wirtschaft zurückkehren.

Mappus ernannte zudem den früheren Sprecher von Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch (CDU), Dirk Metz, zu seinem medienpolitischen Berater. Er soll das Bild von Mappus in der Öffentlichkeit verbessern.

In CDU-Kreisen hieß es, dass Mappus' Maßnahme der erste Schritt der Medienoffensive für Stuttgart 21 sei. In der CDU und der Regierung war Diehl laut Südwestrundfunk (SWR) vorgeworfen worden, Journalisten reihenweise verärgert und in der Sommerpause nicht richtig auf die anschwellende Protestwelle gegen Stuttgart 21 reagiert zu haben, während Mappus im Urlaub weilte.

Nun sollen Kusche und Metz die PR-Arbeit für das Bahnprojekt verbessern. Der 37-jährige gebürtige Kölner Kusche begleitet Mappus seit 1996, als der Pforzheimer "nur" Landtagsabgeordneter war. Die Personalie Metz hatte sich schon vor einiger Zeit angedeutet. Vor etwa sechs Wochen traf sich Metz, der Koch über ein Jahrzehnt lang zur Seite stand, am Rande einer CDU-Regionalkonferenz mit Mappus. Der gebürtige Siegener Metz galt als engster Berater von Koch und schied vor kurzem mit ihm aus.

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