Subventionen sind Dorn im Auge
Arbeitgeber wollen PSA abschaffen

Die Arbeitgeber machen Front gegen ein Kernstück der Hartz-Reformen zum Umbau des Arbeitsmarktes: Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) rief zur „zügigen Abschaffung“ der erst in diesem Jahr eingeführten Personal Service Agenturen (PSA) auf.

HB/dpa BERLIN. BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, will den Kampf nach einem Bericht der „Berliner Zeitung“ (Dienstag) zusammen mit Vertretern führender Zeitarbeitsfirmen und des Bundesverbandes Zeitarbeit (BZA) führen: Er lud sie für den 12. August nach Berlin ein, um gemeinsame Schritte zu organisieren. Die BDA bestätigte dies.

Die Arbeitgeber stören sich vor allem an dem „Preisdumping“ der Personal-Service-Agenturen mit Hilfe der von den Arbeitsämtern gewährten Subventionen. Nach den Plänen der Bundesanstalt für Arbeit (BA) sollen die PSA bis Ende 2003 mindestens 50 000 Arbeitslose aufnehmen, verleihen und möglichst schnell in dauerhafte Jobs vermitteln. Für die Betreuung der Arbeitslosen erhalten die PSA im Schnitt monatlich 1 000 € pro Arbeitslosen.

Unterstützung für die Arbeitgeber-Pläne kam von der FDP: Auch sie lehnt die „staatlich subventionierten Dumpingpreisen“ der PSA ab, bei den die regulären Zeitarbeitsfirmen nicht mithalten könnten: „Das führt zu Arbeitsplatzverlusten in der gewerbliche Zeitarbeit“, kritisierte der FDP-Arbeitsmarktexperte Dirk Niebel. Diese Arbeitslosen würden dann mit Geldern der BA wieder an PSA vermittelt.

Der Start der PSA verlief dem Bericht zufolge zunächst schleppend. Allerdings stieg die die Zahl der PSA-Beschäftigten von Ende Juni bis Ende Juli überraschend stark von 2 340 auf über 6 000.

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