Syrien
Deutschland erwägt Aufnahme von Flüchtlingen

Angesichts der sich zuspitzenden humanitären Lage in Syrien und der steigenden Zahl an Flüchtlingen wird über eine Aufnahme syrischer Flüchtlinge diskutiert. Westerwelle schließt deren Aufnahme nicht mehr aus.
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„Ich schließe das nicht aus, dass auch bei uns in Deutschland Flüchtlinge Zuflucht finden", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) am Dienstag in Berlin. Dort tagte eine Arbeitsgruppe zu einem wirtschaftlichen Neuanfang in Syrien.
Zwar schließe er eine Aufnahme von Flüchtlingen beispielsweise zur medizinischen Behandlung nicht aus, der Schwerpunkt der deutschen Hilfe liege aber "eindeutig" vor Ort, sagte Westerwelle. Für die Flüchtlingshilfe habe die Bundesregierung bereits 22 Millionen Euro bereitgestellt.

SPD-Vizefraktionschef Gernot Erler sagte der Zeitung "Die Welt", wenn der Flüchtlingsstrom aus Syrien nicht zum Erliegen komme, würden auch die EU-Mitgliedsländer nicht umhin kommen, Flüchtlinge aufzunehmen. Grünen-Vizefraktionschef Josef Winkler forderte, Deutschland und die EU sollten "aus humanitären Gründen unbürokratisch Flüchtlinge aus Syriens Nachbarländern Türkei, Libanon und Jordanien" aufnehmen.

Die Zahl der Flüchtlinge aus Syrien stieg nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR im vergangenen Monat auf eine Rekordmarke. Allein im August seien mehr als 100.000 Menschen aus Syrien in benachbarte Länder geflohen, hieß es vom UNHCR in Genf. Insgesamt seien bislang 235.000 Syrer aus dem Land geflohen.

Besorgt über die humanitäre Lage im Land zeigte sich Rot-Kreuz-Chef Peter Maurer. Bei einem Treffen mit Präsident Baschar al-Assad in Damaskus forderte der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) die Einhaltung internationaler humanitärer Standards. Assad sagte bei dem Treffen laut syrischem Staatsfernsehen, er unterstütze die Arbeit des Roten Kreuzes in Syrien, solange sie "parteilos und unabhängig" bleibe.

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Syrische Oppositionelle in Berlin

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  • Dann nehmen wir mal Ihre "Argumentation auseinander:

    1. Deutschland ist reich. Das ist zu verschmerzen.
    2. Schlechte Menschen gibt es überall. Gute aber auch.
    3. Diese Mesnchen würden lieber in Frieden in ihrer Heimat leben. Das ist nicht möglich.
    4. Wenn Sie Gewalt verabscheuen, wie paßt das zu ihrem Punkt Vier?
    5. Gläubig zu sein, hießt auch das neue Testament zu berücksichtigen. Schon mal was vom Samariter gehört? Ansonsten vertoßen sie gegen ihren Glauben.
    6. Wenn ich kann, dann helfe ich den Menschen.
    7. Verschonen sie mich mit der "das darf man nicht sagen"-Floskel. Das ist so billig.

  • Niveau hin oder her... es wird ja wohl noch die Frage erlaubt sein, woher das Geld für diese Rettungsaktionen kommt...

    Oder man wird sich wohl Gedanken machen dürfen, ob es Sinnvoll ist Menschen in sein Land zu lassen, die (wenn Sie erstmal gerettet sind) aufgrund ihrer Religion alle anderen als "unwürdig" und "ungläubig" abstempeln...

    Nur damit eines mal völlig klar ist:
    1. Ich verabscheue Gewalt
    2. Niemals, würde ich einen Menschen verfolgen wegen seiner Hautfarbe, seiner Meinung, seiner Religion -
    dies aber in Einklang damit, dass dieser Mensch aber eben dasselbe von sich behauptet - und dann nach den Gesetzen lebt die in dem Land gelten!
    3. Ich bin nicht ungläubig - Ich glaube an Gott - nur heisst dieser nicht Allah!
    4. ... und das ist ebenfalls mein gutes Recht - wenn mir einer nach dem Leben trachten wird, schlage ich das alte Testament auf - und wenn ich schneller bin als der andere -trifft dieser dann seinen Gott zuerst!

    ... ich denke, damit ist alles gesagt...

    und wenn Sie gerne wollen, können Sie von den Syrern ja 1000 bei sich aufnehmen - ich würde es vorziehen, wenn diese dort blieben wo sie sind!

    sicher bin ich mir, dass die meisten in diesem Land so denken... nur zu sagen traut es sich keiner mehr!!!

  • Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Sie können sich fortbilden und dann mehr verdienen. Wer nicht in der Lage ist, einen Menschen als einen Menschen zu sehen, sondern in immer nur in Verbindung mit Ideologien oder Religionen betrachtet und das als Gefahr für sich und seinen Lebensstandard sieht, ist mehr als geistig arm und muß sich diese Frage gefallen lassen.

    Mit Verlaub, ihr Niveau möchte ich nicht geschenkt haben.

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