SZ wartet noch ab
Rücknahme der Rechtschreibreform nicht möglich

Eine komplette Rücknahme der umstrittenen Rechtschreibreform, wie von Kritikern gefordert, ist nach Ansicht der hessischen Kultusministerin Karin Wolff (CDU) nicht möglich.

HB HAMBURG/MÜNCHEN. „Vielmehr müsste wieder eine Kommission gebildet werden, die wieder monatelang diskutiert und dann eine neue Rechtschreibreform verabschiedet“, sagte Wolff dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstag).

Es gebe „de facto keine 'alte Rechtschreibung' mehr“, sagte die CDU-Politikerin. Seit 1998 die neuen Regeln in einer Übergangsphase eingeführt wurden, habe sich der Wortschatz um 5 000 Begriffe erweitert. „Zudem befürworten die Kritiker einige Änderungen wie das „ss““, betonte Wolff. Der Rat für Rechtschreibung, der sich im Herbst konstituieren soll, soll die Rechtschreibung stattdessen weiter anpassen. In dem Gremium sollen auch Kritiker sitzen, betonte Wolff.

Unter anderem der CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen, Christian Wulff, sowie der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers hatten den Stopp der Reform gefordert. FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper schloss sich Forderungen nach einer Volksabstimmung in dieser Frage an. „Wir brauchen eine Volksabstimmung über die deutsche Rechtschreibung, denn die bisher damit befassten Institutionen haben versagt“, sagte Pieper der „Bild“-Zeitung (Dienstag). Eine bundesweite Volksabstimmung ist nach der bisherigen Gesetzeslage allerdings nicht möglich.

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