Tag der Deutschen Einheit
Seehofer will mal einen Tag keine Nölerei

Der Tag der Deutschen Einheit wird in diesem Jahr in München gefeiert - zwei Tage lang. Schon am Dienstag begann ein großes Bürgerfest. Die Deutschen könnten stolz auf ihr Land sein, betont Ministerpräsident Seehofer.
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MünchenMit einem Aufruf an die Deutschen zu Stolz und Zuversicht hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in München eingeleitet. „Wir in Deutschland können stolz sein auf unser Vaterland“, sagte der amtierende Bundesratspräsident am Dienstag zum Auftakt eines zweitägigen Bürgerfestes in der Innenstadt. Deutschland habe in den 22 Jahren seit der Wiedervereinigung Großes geleistet und sei heute weltweit „ein sympathischer, geachteter Partner“.

Zu den Höhepunkten der Einheitsfeier gehören ein ökumenischer Gottesdienst und der Festakt am 3. Oktober selbst. Dazu wird die gesamte politische Spitze der Bundesrepublik in München erwartet, darunter Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Festrede wird Bundestagspräsident Norbert Lammert halten. München ist in diesem Jahr Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten, weil Bayern den Vorsitz im Bundesrat innehat.

Seehofer würdigte die große Leistungsfähigkeit des wieder zusammengewachsenen Landes. Es sei „ein sehr starkes Deutschland entstanden, das zusammenhält“, betonte er. „Wir sind eine Gemeinschaft, eine Einheit“. Eine Mauer in den Köpfen der Menschen sehe er mittlerweile „überhaupt nicht mehr“, sagte Seehofer auf eine entsprechende Frage.

Den Menschen in den neuen Bundesländern bescheinigte der Unionspolitiker, sie hätten seit 1990 eine „gewaltige Leistung“ erbracht. „Sie mussten sich ja weitaus mehr anpassen als wir im ehemaligen Westdeutschland.“ Andererseits hätten aber auch die Menschen in den alten Bundesländern sehr viel Solidarität gezeigt, erinnerte Seehofer unter anderem an die Transferleistungen für den Aufbau Ost.

Seehofer rief die Menschen in ganz Deutschland auf, den Tag der Einheit fröhlich zu begehen. „Das Allerwichtigste an diesen Feierlichkeiten ist, dass die Bürger diesen 3. Oktober zu ihrem nationalen Feiertag mit frohem Herzen machen - dass man mal einen Tag nicht jammert, nicht nölt, sondern sich freut über die Lage unseres Landes“, betonte er. Den Fall der Mauer im November 1989 nannte Seehofer „den wichtigsten und fröhlichsten Zeitpunkt“ in der deutschen Nachkriegsgeschichte. „Ich glaubte auch nicht, dass ich das noch erleben darf“, sagte der CSU-Chef.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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