Tag der Einheit
Schröder bekräftigt Reform-Willen

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat in seiner Rede zum 13. Jahrestag der Deutschen Einheit die Notwendigkeit von Reformen unterstrichen und die Bedeutung Deutschlands als Wachstumsmotor für Europa hervorgehoben.

HB MAGDEBURG. „Gemeinsam müssen wir einen Pfad finden, der wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit miteinander in guten Einklang bringt“, sagte Schröder seinem Redetext zufolge am Freitag auf der zentralen Festveranstaltung zur Einheit in Magdeburg. Deutschland trage als stärkste Wirtschaftsmacht in der Europäischen Union (EU) eine Verantwortung für Wachstum und Fortschritt in Europa. Von Deutschland werde erwartet, dass es Impulse gebe und seine wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potenziale entfalte. „Das macht, wenn man so will, die internationale Dimension unserer Reform-Agenda aus.“

"Noch ein langer Weg im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit"

Schröder hob hervor, in 13 Jahren deutscher Einheit hätten die Deutschen in Ost und West viel miteinander erreicht, vor allem durch die Tatkraft der Menschen in den neuen Ländern. Trotz der Aufbauleistung sei die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland aber nach wie vor bedrückend hoch. „Wir dürfen in unseren Anstrengungen bei der Vollendung der Einheit nicht nachlassen“, betonte Schröder. „Auch wenn vieles geschafft ist, machen wir uns keine Illusionen, dass noch ein langer und beschwerlicher Weg vor uns liegt.“

Schröder verwies zugleich auf außenpolitische Erfolge: „Wir können durchaus stolz sein auf die Art und Weise, wie Deutschland seiner gewachsenen internationalen Verantwortung in den letzten Jahren gerecht geworden ist.“ Rund 9000 Bundeswehr-Soldaten seien derzeit auf dem Balkan, im Kampf gegen den internationalen Terrorismus oder in Afghanistan im Einsatz. „Aber die deutsche Gesellschaft tut das ohne jeden Hurra-Patriotismus.“ Dort, wo Deutschland gegen Krieg gewesen sei, habe es den Mut gehabt, Nein zu sagen. Schröder würdigte die „enormen Anstrengungen“ der mittel- und osteuropäischen Länder, Anschluss an die EU zu finden.

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