Tag der offenen Tür auf Fliegerhorst Laage
Luftwaffe feiert 50-jähriges Bestehen

Seit 50 Jahren gibt es die Luftwaffe. Sie feierte das Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür auf Deutschlands größtem und modernstem Fliegerhorst in Laage. Die Veranstaltung richtete das Jagdgeschwader 73 "Steinhoff" aus.

HB LAAGE. Bis zu 135.000 Zuschauer verfolgten bei herrlichem Sommerwetter die Schauvorführungen und Manöver. Höhepunkt war die Übung „Snap 2006“, bei der die Kampfflieger Eurofighter, Tornado und Phantom, Hubschrauber Bell sowie die Transportmaschine Transall ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellten.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hat auf dem Fliegerhorst den ersten mobilen Gefechtsstand der Luftwaffe in Betrieb genommen. Das System DCRC soll die Beobachtung des Luftraumes über jedem beliebigen Standort weltweit ermöglichen. Es soll die komplette taktische Führung von kombinierten und multinationalen Kontingenten leisten. Bislang verfügte die Luftwaffe über vier stationäre Einsatzführungsbereiche.

Zur Technikschau führten Piloten allein mehr als 20 verschiedene Militärflugzeuge und Helikopter teilweise bei Flugmanövern vor. Daneben warteten Flugabwehrraketenkräfte mit einer Leistungsschau auf. Seit 2004 wird das Jagdgeschwader 73 „Steinhoff“ mit dem neuen Mehrzweck-Kampfflugzeug EF 2000 „Eurofighter“ ausgerüstet, wie die Veranstalter mitteilten. Mittlerweile verfüge das Geschwader neben den zweisitzigen Ausbildungsmaschinen auch über die reguläre Version des Jagdflugzeugs, die so genannten Single-Seater (Einsitzer). Im August 2004 verließen den Angaben zufolge die letzten der von der DDR-Luftwaffe genutzten sowjetischen Kampfflugzeuge MiG-29 den Fliegerhorst Richtung Polen. Seitdem werde der Eurofighter in Laage-Rostock als einziges Kampfflugzeug geflogen. Derzeit seien acht Doppelsitzer und zehn Einsitzer im Einsatz.

Die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR hatte den Stützpunkt Laage von 1978 bis 1981 errichtet. Der reguläre militärische Flugbetrieb wurde dort 1984 vom Jagdbombergeschwader 77 der NVA aufgenommen. 1985 kam das Marinefliegergeschwader 28 dazu. Im Oktober 1990 übernahm die Bundeswehr den Standort und damit auch eine Staffel der sowjetischen Kampfflieger MIG 29. Seit 1993 wird der Fliegerhorst Laage als einziger militärischer Flugplatz in Deutschland auch von einer zivilen Flughafengesellschaft mitgenutzt.

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