Tarif
Chemie-Arbeitgeber wollen Tarifautonomie erhalten

Die Arbeitgeber der Chemie-Industrie halten an der Tarifautonomie fest. „Wir dürfen sie nicht beschädigen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BACV), Hans-Paul Frey.

HB FRANKFURT/MAIN. Der BACV wolle die Tarifparteien erhalten. Zugleich forderte Frey alle Tarifpartner zu verantwortlichem Handeln auf. Mit seinen Aussagen widersprach der Arbeitgeber-Vertreter auf der Landesbezirkskonferenz Hessen-Thüringen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU). Dieser hatte zuvor mehr Bündnisse auf betrieblicher Ebene verlangt, wie sie die Union in einem „Pakt für Deutschland“ anstrebt. Diesen Zehn-Punkte-Plan kritisierte der IG BCE-Bundesvorsitzende Hubertus Schmoldt, weil darin unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes und der Tarifautonomie vorgesehen sei. Der Gewerkschaftschef plädierte dafür, das erfolgreiche Modell der sozialen Marktwirtschaft und die damit verknüpften Wertvorstellungen nicht über Bord zu werfen. Der Faktor Mensch dürfe „nicht zum Kostenfaktor degenerieren“, sagte Schmoldt.

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