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Tarifabschluss: Einigung in der Metallbranche in Sicht

Die IG Metall und die Arbeitgeber haben sich im Südwesten auf einen Tarifabschluss geeinigt. Auch, wenn die Gewerkschaft nicht alle Forderungen durchsetzen konnte, soll die Regelung bundesweit übernommen werden.

SindelfingenNach der Tarifeinigung im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg soll der Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie bundesweit übernommen werden. Sowohl die Arbeitgeber als auch die Gewerkschaft IG Metall machen sich für eine entsprechende Regelung stark.

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Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser erklärte nach dem Durchbruch am Samstagmorgen in Sindelfingen, dass lediglich der Tarifbezirk Sachsen ausscheren wolle. Der habe sich bei der Abstimmung am Morgen enthalten. Die Gewerkschaft empfahl dagegen einstimmig, die Einigung deutschlandweit zu übernehmen. In der Schlüsselindustrie arbeiten bundesweit 3,6 Millionen Menschen.

Metallindustrie Tarifkampf im Wechselbad der Konjunktur

  • Metallindustrie: Tarifkampf im Wechselbad der Konjunktur
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Der in Baden-Württemberg erzielte Abschluss sieht vor, dass die rund 800.000 Beschäftigten im Südwesten eine Einkommenserhöhung von 4,3 Prozent erhalten. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit von 13 Monaten und greift erst von Mai an - der April ist ein Nullmonat ohne Erhöhung. „Mit dem Abschluss ist die Grenze der Belastbarkeit der Betriebe erreicht“, sagte Südwestmetall-Chef Rainer Dulger.

IG-Metall-Chef Berthold Huber hielt dagegen: „Wir haben damit insgesamt die Inflationsrate deutlich überschritten. Wir haben immer gesagt, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht von der Wohlstandsentwicklung abgekoppelt werden sollten.“

Tarifverhandlungen 4,3 Prozent mehr für die Metaller

Die Laufzeit des Vertrages beträgt 13 Monate. Der Abschluß soll bundesweit übernommen werden.

Tarifverhandlungen: 4,3 Prozent mehr für die Metaller

IG-Metall-Bezirkschef Jörg Hofmann betonte, dass der Kompromiss auch neue Regelungen zur Gestaltung der Leiharbeit enthalte sowie die prinzipiell unbefristete Übernahme aller Lehrlinge festschreibe. An diesen Punkten musste die Gewerkschaft kräftig Federn lassen.

Bei der Leiharbeit sollen die Betriebsräte künftig zwar mehr Macht erhalten - der Kompromiss blieb aber weit hinter den ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaft zurück. So solle zwar stärker als bisher geregelt werden, dass Leiharbeit nicht zur Selbstverständlichkeit werde, berichtete Huber. Einheitliche und für alle Betriebe geltende Regeln fehlen dabei jedoch meist. Nun sollen die Betriebsräte Schritt für Schritt individuelle Vereinbarungen in den Unternehmen einführen.

  • 10.06.2012, 16:13 UhrDeutschland1977

    Wenn man den Kommentaren hier glauben darf, dann sorgen sich wirklich alle nur darum, ob der "ordentliche Schluck aus der Pulle" jetzt ankommt oder nicht!
    Ich bin heil froh, dass ich Arbeit habe und ich stimme nicht ein in dieses dämliche Klagelied derer, die weiter fordern!!! Schaut euch Spanien oder Griechenland an! - Wer nicht blind ist, der sieht hier eine ganze Generation vor einer ganz schweren und harten Zeit!!! da geht es nicht um die Prozente nach dem Komma sondern ums nackte überleben!!!
    Seid froh, dass ihr Morgen aufwacht und einen Job habt!!! das wird sich leider bei vielen schneller ändern, als ihr hier intelligente Äußerungen loswerdet!

  • 20.05.2012, 11:13 Uhrfenfir

    Von 100 € mehr, gehen 20 an die Sozialversicherung
    und je nach Lohn 20-40€ an die Steuer.

    Da bleiben also Netto 40-60€ über.
    Jetzt nutzt man einen Brutto - Netto Rechner
    und kann seine Nettolohn erhöhung ausrechen.

    Wenn man dann noch wunschgemäß Riester erhöht
    und die gewünschte Entschuldungsinflation von
    4 % einberechnet.

    Dann weis man wie Großartig diese 4,3 % sind.

  • 19.05.2012, 23:26 Uhrichbins

    Ein Abschluß mit "X" - das war wohl nix! Was wurde alles bei den Warnstreiks erzählt, jeder soll von den sprudelden Gewinnen abbekommen und faire Leiharnbeit und Azubiübernahme und und und - was bleibt in unteren Lohngruppen bei 4,3%?
    Fragt mal nach bei den Gewerkschaftern vor Ort in den Betrieben was diese von dem Abschluß halten - da kommt Gegenwind!

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