Tarifbeschäftigte

Gehälter steigen schneller als Verbraucherpreise

In Deutschland steigen die Reallöhne der Tarifbeschäftigten: Ihre Bruttogehälter wachsen in diesem Jahr im Schnitt um 2,3 Prozent – und damit um rund 0,6 Prozent kräftiger als die Verbraucherpreise.
Update: 12.12.2017 - 09:42 Uhr 6 Kommentare
Die Tarifverdienste steigen das sechste Jahr in Folge kräftiger als die Preise. Quelle: dpa
Lohn- und Gehaltsabrechnung

Die Tarifverdienste steigen das sechste Jahr in Folge kräftiger als die Preise.

(Foto: dpa)

WiesbadenDie Tarifbeschäftigten in Deutschland können auch in diesem Jahr damit rechnen, dass ihre Gehälter schneller gestiegen sind als die Verbraucherpreise. Mindestens drei von vier Arbeitnehmern sollten so preisbereinigt mehr Geld in der Tasche haben als im vergangenen Jahr.

Einschließlich der kollektiv vereinbarten Sonderzahlungen sind 2017 die Bruttogehälter im Schnitt um 2,3 Prozent gewachsen, wie das Statistische Bundesamt nach einer vorläufigen Schätzung am Dienstag berichtete. Gleichzeitig erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung eine Jahresinflation von 1,7 Prozent. Das heißt, dass Waren und Dienstleistungen nach den Vorgaben des vom Statistischen Bundesamtes erhobenen Warenkorbs um 1,7 Prozent teurer geworden sind.

Damit liegt die Verdienstentwicklung der Tarifbeschäftigten im Jahr 2017 rund 0,6 Punkte oberhalb der Preissteigerung. Ihre Reallöhne steigen. Für sämtliche Beschäftigten liegen noch keine Angaben oder Schätzungen für das Gesamtjahr vor. Zur Jahresmitte lagen die Reallöhne aber deutlich im Plus. Zuletzt sind die Reallöhne in Deutschland im Jahr 2013 zurückgegangen.

In Deutschland arbeiteten 2016 laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gut die Hälfte (56 Prozent) aller Beschäftigten auf der Grundlage eines Tarifvertrags. Von den übrigen 44 Prozent der Arbeitnehmer erhielt etwa die Hälfte Leistungen, die sich an Flächentarifverträgen orientierten, ohne dass die Arbeitgeber dazu verpflichtet gewesen wären. Zusammen wurden also rund 78 Prozent der Arbeitnehmer nach Tarif bezahlt.

Die Wiesbadener Statistiker haben schon vor einigen Wochen darauf aufmerksam gemacht, dass im laufenden Jahr vor allem die tariflich vereinbarten Sonderzahlungen zurückgegangen sind. Die tariflichen Grundgehälter steigen 2017 voraussichtlich um 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die endgültigen Ergebnisse sollen am Donnerstag kommender Woche (21. Dezember) bekanntgegeben werden.

  • dpa
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6 Kommentare zu "Tarifbeschäftigte: Gehälter steigen schneller als Verbraucherpreise"

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  • an die Redaktion.........
    Am 29.11. 2017 um 17.13 Uhr schrieb HB online:
    Heimliche Inflation auf Rekordhoch usw.......
    Vermögenspreis-Index auf Rekordhoch von 8,7%

    Wo sitzen denn die Wendehälse????
    Auch die Redakteure sollten nicht nur abschreiben.

    the stupid germans

  • So ist es halt mit Statistiken und dem Durchschnitt. Nehmen wir ein Dorf mit 10 Bauern, 9 Bauern haben jeweils nur eine Kuh, ein Bauer hat 101 Kühe, was kommt hier wohl raus? Im Duchschnitt geht es allen Bauern gut, denn jeder hat 11 Kühe. So ist es auch mit der Aussage Gehälter steigen schneller als Inflation. Seit 1990 ist das Realeinkommen nicht gestiegen sondern gesunken. Und wie im Beispiel oben ist es auch hier, in großen Bereichen der Wirtschaft stiegen die Löhne kaum und sind am/unter dem Existenzminimum. In andern Bereichen steigen die Löhne kräftiger und hier vor allem in den Chefetagen. Im Mittel gehts allen besser. Oder besser gesagt, wer mit den Füßen in kochendem Wasser steht und auf dem Kopf einen Eisblock liegen hat, hat am Bauchnabel eine Ideale Temperatur!! Alles klar?

  • Vor Jahren nannte man das Märchen, heute heißt es Fake News.

  • Was für ein schöner Start in den Tag!

    Die Sonne scheint, in Deutschland herrschen sommerliche 24 Grad nicht zu warm und nicht zu kalt, es gibt keine Arbeitslosen, denn das bedingungslose Grundeinkommen ist längst Alltag, es gibt keine Menschen die jeden Tag bei der Tafel anstehen oder Dosen sammeln, Deutschland verteilt Blumen in Afghanistan, Mali und überall auf der Welt, Griechenland ist ein deutsches Bundesland wo Bier konstenfrei gezapft wird. Die Russen, Nordkoreaner und Chinesen arbeiten anstelle der KI die für das bedingungslose Grundeinkommen ursprünglich als Grundlage galt und jeder findet das gut! Die Amerikaner haben eine Brücke zwischen Mars und Erde gebaut mit gedruckten Dollars. Es besteht auch keine Gefahr, dass jemand die Noten entfernt, denn die USA sind das reichste Land der Welt auch wenn das für außenstehende Außerirdische seltsam erscheint. Trump ist mittlerweile in Schweden und setzt sich für Frauenrechte ein. Letztens twitterte er: "Grab them by the balls."

    Und die Welt? Sie dreht sich weiter und wird sich weiterhin drehen auch wenn der letzte Mensch seinen IQ abgibt um weniger Steuern zahlen zu müssen.

    Die Außerirdischen sind die einzigen die entsetzt sind, aber mal ganz ehrlich wer glaubt schon Verschwörungstheorien?

    Es gibt heutzutage keine FakeNews mehr. Das Wahrheitsministerium hat dies ausdrücklich verboten.

    Genießt den Tag, denn das Paradies wird bei weitem nicht so großzügig sein, die Hölle dafür schon.

  • Bisweilen frage ich mich ernsthaft, wer hier eigentlich immer wieder der Auftraggeber für derartige Verdummdeubeleien ist. Ich sehe nur die galoppierenden Preise im Lebensmittelbereich, wo gleich mehrfach getrickst wird. Entweder man erhöht einfach mal die Preise, oder man reduziert den Verpackungsinhalt und hält den Preis für weniger Inhalt auf gleichen Niveau (Mondelez ist hiermit in jüngster Zeit häufiger negativ aufgefallen; siehe Milka-Tafelschokolade) oder man reduziert die Menge und erhöht den Preis...angeblich wegen verbesserter Rezeptur.
    Ob Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte...alle Waren des ECHTEN täglichen Bedarfs liegen von der Verteuerung z. T. erheblich über den hier im Bericht erwähnten 1,7%. Ach ja, die Mieten sollte man auch nicht vergessen.

    Es sind Berichte wie diese, welche Unternehmen zu weiteren Preissteigerungen anspornen, nur um sich die Taschen noch mehr zu füllen. Danke HB!

  • Da fällt mir nur ein:




    Täglich grüßt die FakeNews!!


    "wahre Inflation" ist höher, Mit Trickserei wird die klein gerechnet! Stichwort Hedonik etc.

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