Tarifeinigung
Streik an der Berliner Charité abgewendet

Ein Ärztestreik an Deutschlands größtem Universitäts-Klinikum, der Berliner Charité, ist in letzter Minute abgewendet worden. Überraschend einigten sich der Klinikvorstand und die Ärzteorganisation Marburger Bund doch noch auf einen Tarifvertrag.

HB BERLIN. Für die rund 2 200 Mediziner soll es künftig mehr Geld für Bereitschaftsdienste, längere Vertragslaufzeiten und bessere Arbeitszeiten geben. Nun müssen noch der Aufsichtsrat der Charité und die Tarifkommission des Marburger Bundes dem Vertrag zustimmen.

Beide Seiten verpflichteten sich außerdem, die Verhandlungen sofort wieder aufzunehmen, sobald der Marburger Bund mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einen Tarifvertrag für die bundesweit 22 000 Universitätsärzte abschließt. Ziel sei dann, eine Übernahme des TdL-Abschlusses für die Berliner Universitätsärzte zu verhandeln, hieß es. Bisher wurde für die rund 2200 Mediziner der Charité gesondert verhandelt, weil Berlin nicht mehr der Tarifgemeinschaft angehört.

Nach den Worten des Vorsitzenden des Marburger-Bund- Landesverbandes, Matthias Albrecht, ist die Einigung eine für beide Seiten zufrieden stellende Lösung. Der Direktor der Charité, Behrend Behrends, sagte, die Charité sei in dieser schwierigen Situation „an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gegangen“. Am Donnerstag hatten fast 100 Prozent der Charité-Ärzte bei einer Urabstimmung für einen Streik votiert, der eigentlich kommende Woche beginnen sollte.

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