Tarifgespräche
IG Metall ruft zu ersten Warnstreiks in NRW auf

Als „völlig unzureichend“ hat die IG Metall das Angebot der Arbeitgeber zurückgewiesen. Nun soll es in NRW erste Warnstreiks geben. Beide Parteien liegen mit ihren Forderungen weit auseinander.
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SprockhövelIn der festgefahrenen Metall-Tarifrunde hat die IG Metall erstmals zu Warnstreiks aufgerufen. Im Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen werde es vom 3. bis zum 9. Mai Arbeitsniederlegungen geben, kündigte die nordrhein-westfälische IG Metall am Dienstag nach einer Sitzung ihrer Tarifkommission in Sprockhövel an. Zugleich wies die Gewerkschaft das zuletzt von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot als „völlig unzureichend“ zurück.

Die Metall-Arbeitgeber hatten in der vergangenen Woche ein Lohnplus von 3,0 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 14 Monaten vorgeschlagen. Die Gewerkschaft fordert dagegen für die bundesweit rund 3,6 Millionen Metall-Beschäftigten 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und mehr Mitsprache bei der Einstellung von Leiharbeitern.

Nordrhein-Westfalens IG-Metall-Chef Oliver Burkhard erklärte mit Blick auf das Arbeitgeber-Angebot: „Beim Geld viel zu wenig, bei unbefristeter Übernahme und Leiharbeit praktisch nichts - das heißt jetzt Warnstreik.“ Die Arbeitgeber provozierten den Konflikt, statt zur Lösung beizutragen, fügte er hinzu. Der Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Martin Kannegießer, hatte zuvor die geplanten Warnstreiks scharf kritisiert und Zugeständnisse der IG Metall angemahnt.

Die Metall-Tarifverhandlungen werden dezentral in den Bezirken geführt, bis es einen Pilotabschluss gibt. Nächster Verhandlungstermin für die rund 700.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen ist der 11. Mai.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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