Tarifkonflikt
16.000 Post-Mitarbeiter sind im Streik

Die Post-Mitarbeiter streiken für mehr Lohn – und es werden täglich mehr. Am Montag haben sich 1500 Zusteller dem Ausstand angeschlossen. Insgesamt haben nun 16.000 Post-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt.
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Bonn/BerlinAm unbefristeten Streik bei der Deutschen Post haben am Donnerstag laut der Gewerkschaft Verdi erneut mehr Beschäftigte teilgenommen. Es seien weitere 1500 Zusteller in den Ausstand getreten, sodass sich nun insgesamt 16.000 Post-Mitarbeiter beteiligten, teilte Verdi mit. Der in den Briefverteilzentren begonnene Streik werde schrittweise auf die Paketzustellung in Ballungsräumen und die sogenannte Verbundzustellung von Briefen und Paketen auf dem Land ausgeweitet.

Die Post sprach von rund 15.000 streikenden Mitarbeitern am Donnerstag. „Aufgrund unserer Ausgleichsmaßnahmen“ seien die Auswirkungen für die Kunden „weiterhin gering“, teilte ein Sprecher mit. Rund 87 Prozent der Briefe und rund 84 Prozent der Pakete würden ihre Empfänger pünktlich erreichen.

Die Post-Beschäftigten hatten am Montag mit dem unbefristeten Streik begonnen. Knackpunkt in dem festgefahrenen Tarifkonflikt ist vor allem die schlechtere Bezahlung bei den umstrittenen neuen Regionalgesellschaften der Post. Die Mitarbeiter dort werden nicht nach dem Haustarifvertrag der Deutschen Post bezahlt, sondern nach den niedrigeren Tarifregelungen der Speditions- und Logistikbranche. Verdi lehnt dies strikt ab und sieht darin einen Bruch früherer Vereinbarungen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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