Tarifkonflikt IG Metall mit voller Streikkasse und weniger Mitgliedern

Beim Tarifkonflikt in der deutschen Metall- und Elektroindustrie kann sich die IG Metall auf eine prall gefüllte Streikkasse verlassen. Die Zahl der Mitglieder ist dagegen nach sechs Jahren Wachstum wieder gesunken.
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Für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in den deutschen Kern-Industrien Metall und Elektro fordert die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Lohn. Quelle: Reuters
IG Metall

Für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in den deutschen Kern-Industrien Metall und Elektro fordert die Gewerkschaft sechs Prozent mehr Lohn.

(Foto: Reuters)

FrankfurtMit einer vollen Streikkasse geht die IG Metall in die heiße Phase des Tarifkonflikts in der deutschen Metall- und Elektroindustrie. Hauptkassierer Jürgen Kerner präsentierte am Dienstag für das vergangene Jahr einen erneuten Rekord von Beitragseinnahmen in Höhe von 561 Millionen Euro. „Unsere Streikkasse ist gut gefüllt“, sagte der Gewerkschafter in Frankfurt.

Der Gewerkschaftschef Jörg Hofmann begrüßte erste Bewegungen der Arbeitgeber bei den Verhandlungen in Baden-Württemberg in der vergangenen Woche. Er wisse aber nicht, ob das reiche. Der Vorstand der Gewerkschaft werde am 26. Januar entscheiden, ob eine weitere Eskalation unvermeidbar sei. „Wir sind auf alles vorbereitet – auch auf bundesweite ganztägige Warnstreiks oder eine Urabstimmung und damit unbefristete Flächenstreiks in einzelnen Regionen.“ Die Zahl der Mitglieder ist nach sechs Jahren Wachstum in der Jahresfrist um knapp 11.400 auf 2,263 Millionen gesunken. Gleichzeitig stieg aber die Zahl der aktiv beschäftigten Mitglieder in den Betrieben.

Für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten in den deutschen Kern-Industrien Metall und Elektro fordert die Gewerkschaft neben sechs Prozent mehr Geld die Option, die Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen dafür einen Teillohnausgleich erhalten. Die Arbeitgeber lehnen insbesondere die Ausgleichszahlungen vehement ab.

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  • dpa
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