Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst

Gewerkschaften planen weitere Streiks

Die zweite Tarifrunde im öffentlichen Dienst blieb ergebnislos. Die Gewerkschaften bereiten für nächste Woche erneut flächendeckende Streiks vor. Betroffen wird vor allem der Nahverkehr sein, und der Flughafen Frankfurt.
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Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben bereits Anfang der Woche demonstriert: Verdi fordert in den bundesweiten Tarifverhandlungen für jeden Beschäftigten 100 Euro im Monat mehr. Quelle: dpa

Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben bereits Anfang der Woche demonstriert: Verdi fordert in den bundesweiten Tarifverhandlungen für jeden Beschäftigten 100 Euro im Monat mehr.

(Foto: dpa)

Hannover/FrankfurtDie Gewerkschaften machen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes weiter Druck. Für den kommenden Dienstag rufen sie zu einer zentralen Demonstration in Hannover auf. Trotz Annäherung in einigen Punkten war die zweite Tarifrunde am Freitag ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. In der kommenden Woche soll es daher in vielen Städten wieder zu Warnstreiks kommen. Am Donnerstag soll auch der Flughafen Frankfurt betroffen sein.

„Es ist davon auszugehen, dass es an diesem Tag zu erheblichen Verzögerungen beim Flugverkehr kommen wird“, teilte Verdi am Samstag in Frankfurt mit. Wie viele Beschäftigte am Donnerstag an Deutschlands wichtigstem Luftverkehr-Drehkreuz die Arbeit niederlegen, konnte eine Verdi-Sprecherin nicht sagen. Sie erklärte, dass die vom Tarifstreit betroffenen Beschäftigten am Flughafen etwa bei der Feuerwehr oder auch beim Flughafenbetreiber Fraport arbeiten.

Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen eine Erhöhung der Gehälter um einen Sockelbetrag von 100 Euro und dann zusätzlich um weitere 3,5 Prozent. Nach wie vor heftig umstritten ist der Sockelbetrag. Die Arbeitgeber diskutieren über eine „soziale Komponente“, haben aber noch kein konkretes Angebot vorgelegt. Die dritte Verhandlungsrunde soll am 31. März beginnen.

Nach Verdi-Angaben startet die neue Warnstreik-Runde am Montag zunächst in Brandenburg und Teilen Baden-Württembergs. Ab Dienstag folgen Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Die anderen Länder schließen sich dann an. Betroffen wird vor allem der Nahverkehr sein.

Der hessische Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner betonte am Samstag: „Wir müssen den Druck nochmals erhöhen, da wir bei den Tarifverhandlungen noch nicht weitergekommen sind und in zentralen Fragen weit auseinanderliegen. Die Reaktion der Gewerkschaft kann nicht anders sein.“ Er erwarte für die neue Warnstreikwelle eine größere Beteiligung als in der vergangenen Woche.

  • dpa
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