Tarifkonflikt: Metaller weiten Warnstreiks besonders im Süden aus

Tarifkonflikt
Metaller weiten Warnstreiks besonders im Süden aus

Die IG Metall erhöht den Druck in der laufende Tarifrunde: Bundesweit haben sich am Donnerstag nach Angaben der Gewerkschaft mehrere zehntausend Beschäftigte an den Aktionen beteiligt. Schwerpunkt war Baden-Württemberg.
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Düsseldorf/StuttgartIm Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall ihre Warnstreiks am Donnerstag ausgeweitet. Bundesweit beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben mehrere zehntausend Beschäftigte an den Aktionen. Schwerpunkt der Warnstreik ssei Baden-Württemberg gewesen, sagte ein IG Metall-Sprecherin in Frankfurt. Aktionen habe es etwa bei Daimler in Sindelfingen und bei Porsche in Zuffenhausen gegeben, hieß es.

Die IG Metall verlangt für die bundesweit rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Branche 5,5 Prozent mehr Geld. Eine erste Offerte der Arbeitgeber hatte die Gewerkschaft abgelehnt. Die Arbeitgeber hatten nach zwei Nullmonaten eine Erhöhung von 2,3 Prozent bei 13 Monaten Laufzeit geboten.

Im Daimler-Sprinterwerk in Düsseldorf legten nach Angaben der IG Metall rund 1000 Mitarbeiter der Nachtschicht für mehrere Stunden ihre Arbeit nieder. In Sachsen sind laut IG Metall unter anderem das Volkswagen Motorenwerk in Chemnitz sowie das Fahrzeugwerk in Zwickau von Warnstreiks betroffen. Auch im Siemens Röntgenwerk in Rudolstadt legten die Beschäftigten zeitweise die Arbeit nieder. Allein in Baden-Württemberg rechnet die Gewerkschaft mit 20 000 Warnstreikenden aus über 50 Betrieben.

Die Gewerkschaft hatte die Warnstreikwelle bereits unmittelbar nach dem Ende der Friedenspflicht gestartet. In der Nacht zum 1. Mai hatten sich nach Gewerkschaftsangeben rund 2 000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. In der auf regionaler Ebene laufenden Tarifauseinandersetzung für die größter deutsche Industriebranche geht es um 3,7 Millionen Beschäftigte. Am Dienstag werden die Tarifverhandlungen in der dritten Runde zunächst in Baden-Württemberg fortgesetzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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