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Tarifpolitik: IG Metall will bis zu 6,5 Prozent mehr Lohn

In die kommenden Tarifverhandlungen geht die Metall- und Elektrogewerkschaft mit einer saftigen Lohnforderung. Es gehe dabei nicht um „Nachschlag, sondern um faire Umverteilung“ nach hohen Unternehmensgewinnen.

Ein Schmelzer arbeitet in Salzgitter im Stahlwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH. Quelle: dapd
Ein Schmelzer arbeitet in Salzgitter im Stahlwerk der Salzgitter Flachstahl GmbH. Quelle: dapd

SindelfingenDie IG Metall Baden-Württemberg will in der neuen Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie bis zu 6,5 Prozent mehr Geld fordern. „Wir haben den Forderungsrahmen als Empfehlung beschlossen“, sagte der baden-württembergische IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann am Mittwoch in Sindelfingen. Am 23. Februar werde die Große Tarifkommission endgültig ihre Forderung festlegen. Zuvor werde darüber im IG-Metall-Vorstand am 6. Februar beraten. Baden-Württemberg ist Pilotbezirk für die Metallbranche, an dem sich die Verhandlungen in anderen Bundesländern orientieren.

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Hofmann sagte, es bestehe ein erheblicher Nachholbedarf. Er liege zwischen 4,5 und 4,8 Prozent. Darauf werde noch mal ein Umverteilungsaufschlag von bis 1,7 Prozent dazukommen. Gerade 2010 und 2011 habe es in vielen Unternehmen extreme Gewinnsprünge gegeben. „Es geht nicht um Nachschlag, sondern um faire Umverteilung“, sagte Hofmann.

Weiter forderte Hofmann die Arbeitgeber auf, in bereits laufenden Verhandlungen Lösungen bei qualitativen Themen wie der Übernahme von Auszubildenden, Eingrenzung und Mitbestimmung bei Leiharbeit zu finden. „Da ist eine Schnecke schneller als die Verhandlungen“, sagte Hofmann. Dann könne man sich voll auf die Entgeltrunde konzentrieren.

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