Tarifrechtsreform
Schleswig-Holstein mahnt Verdi zur Besonnenheit

Im Streit um die Tarifrechtsreform hat der schleswig-holsteinische Innenminister Ralf Stegner (SPD) Länder und der Gewerkschaften zur Besonnenheit aufgerufen. Verdi plant einen Arbeitskampf, sollten die Länder der Übernahme der für Bund und Kommunen bereits in Kraft gesetzten Reform nicht zustimmen.

HB KIEL. „Jetzt sind auf allen Seiten Flexibilität und Pragmatismus gefragt“, sagte Stegner dem Handelsblatt. Er reagierte damit auf die Vorbereitungen der Gewerkschaft Verdi für einen Arbeitskampf im öffentlichen Dienst. „Wenn es in diesem Frühjahr nicht gelingt, wird es sehr schwierig, überhaupt noch zu einer Einigung auf Basis des Flächentarifs zu kommen“, warnte Stegner, der stellvertretender Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) ist.

Die Gewerkschaft Verdi hatte am Freitag einen breit angelegten Arbeitskampf angekündigt, sollten die in der TdL zusammengeschlossenen Bundesländer nicht bis Februar einlenken. Ziel der Gewerkschaft ist es, eine für Bund und Kommunen bereits im Oktober in Kraft gesetzte Tarifrechtsreform auf die 900 000 Beschäftigten der Länder zu übertragen. Die TdL hatte dies als zu teuer abgelehnt und unter anderem eine Verlängerung der Arbeitszeit von 38,5 auf mindestens 40 Stunden verlangt.

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