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Tarifrunde: Gewerkschaften kündigen Ende der Bescheidenheit an

Bescheidenheit war gestern – die Zeit der mageren Lohnabschlüsse ist vorbei. Nachdem sich die Gewerkschaften in der Krise mit stagnierenden oder nur gering steigenden Löhnen abgefunden haben, leiten jetzt der kräftige Wirtschaftsaufschwung und die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eine Wende in der Tarifpolitik ein.

Stahlarbeiter protestieren im September für ihre Forderung: Herausgekommen sind 3,6 Prozent plus Einmalzahlung. Quelle: dpa
Stahlarbeiter protestieren im September für ihre Forderung: Herausgekommen sind 3,6 Prozent plus Einmalzahlung. Quelle: dpa

pt/HB BERLIN. „Die Zeit der Krisentarifverträge ist vorbei, jetzt geht es um einen Aufschwungstarifvertrag“, kündigte das Vorstandsmitglied der IG BCE, Peter Hausmann, im Gespräch mit dem Handelsblatt an. „Der Aufschwung hat nahezu alle Branchen erfasst und steht auf breitem Fundament“, begründet Hausmann seine Forderung. Da die Tarifverträge in der Metallindustrie noch bis März 2012 gültig sind, wird die Chemiebranche zum Schrittmacher in der Tarifrunde.

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Gerade habe der Verband der Chemischen Industrie (VCI) seine Prognose nach oben korrigiert, sagte Hausmann Tarifexperte der IG BCE. Er rechne jetzt für 2010 mit einem Umsatzplus von 18 Prozent. „Man kann dem VCI nur zustimmen. Das ist ein rasantes Comeback, auch wenn die Margen des Boomjahres 2008 noch nicht überall erreicht sind.“ Der Schwerpunkt müsse daher dieses Mal eindeutig „auf dem Geld“ liegen.

Über eine konkrete Lohnzahl schweigt Hausmann sich aber noch aus. „Nur soviel: Wir haben die Abkommen bei Kali und Stahl im Hinterkopf, werden aber natürlich einen chemiespezifischen Abschluss machen.“ Bei der Stahlindustrie gab es gerade erst 3,6 Prozent mehr plus eine satte Einmalzahlung. In der Kali- und Steinsalzindustrie steigen die Löhne und Gehälter zum 1. November ebenfalls um 3,6 Prozent plus einmalig 300 Euro. Im Dezember will der IG-BCE-Hauptvorstand seine Forderungsempfehlung beschließen, danach sollen die regionalen Tarifkommissionen entscheiden. Die erste Verhandlungsrunde ist für Februar geplant.

Auch die Metaller setzen ähnliche Akzente. Sie fordern, Lohnerhöhungen angesichts der guten Konjunktur vorzuziehen. Das sei „ein Gebot der Fairness im jetzt beginnenden Aufschwung“, sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber der „Passauer Neuen Presse“. „Wir erwarten, dass die Mehrzahl der Metallbetriebe die Tariferhöhung vorzieht“, forderte Huber. Bosch hatte vergangene Woche als erstes Großunternehmen erklärt, die Tariferhöhung um 2,7 Prozent um zwei Monate vorzuziehen. Porsche und Audi folgten. Auch Ford wird diesen Weg gehen, ebenso wie einige Autozulieferer. Geplant sei dies bei ElringKlinger, ZF Friedrichshafen und SKF Schweinfurt, berichteten „Welt“ und „Automobilwoche“ am Wochenende. Dagegen betonte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall, dass derzeit noch jeder dritte Betrieb der Branche rote Zahlen oder allenfalls eine „schwarze Null“ schreibe.

Während die Chemiebranche noch nicht über konkrete Zahlen sprechen will, äußert sich der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Franz-Josef Möllenberg, schon konkreter: „Die Drei vor dem Komma muss es schon sein“, sagte Möllenberg dem Handelsblatt. Die Gewerkschaft liegt aktuell mit der Zigarettenindustrie im Klinsch. „Die Branche hat sich auch in der Krise dumm und dämlich verdient und führt Jahr für Jahr gigantische Gewinne an ihre Mutterunternehmen im Ausland ab“, klagt der dienstälteste Gewerkschaftsboss. Trotzdem sei sie bislang nicht bereit über eine Anhebung der Gehaltstabelle zu reden. „Das werden wir nicht hinnehmen.“

  • 01.11.2010, 08:50 UhrAnonymer Benutzer: morchel

    werte vorredner dann nach jahren wird euch recht gegeben nicht etwa aus einsicht nein ehr weil die stimmung dermassen mies geworden ist weil jeder diese spielchen am eigenen leben erfahren hat.Die unheilige Allianz zwischen wirtschaft und Politik garnicht im sinne von menschenwürdiger Arbeit im gegenteil das arbeitsklima heisst mobbing in vollendung betrieben von mitarbeitern die nicht einmal im traum daran denken das es sie auch treffen kann.Leiharbeiter sind das letzt im Unternehmen und das kaschieren durch die politik lässt uns erkennen wozu sie eingeführt wurde zu nichts anderen als die Zuhälterei hoffähig zu machen.Ja die fratze der verhöhnung wurde deutlich mit unsern Volksvertreter Koch,oder die Vergangenheit des Auswärtigen Amtes,nun wir waren gut versorgt den rest sitzen wir aus.im stillen Kämmerlein wird dann die einfalt der Wähler belächelt,wer nämlich nicht wählen geht kann nichts verändern.Längst sind alle ämme gebrochen die das ort sozial überhaupt noch gestatten,ja nun haben wir ja noch unseren herr Gauck der sich einsetzt für die verlierer des systems Globalisierung ein spiel wo von anfang an nicht der hauch einer chace bestand von seiner Hände Arbeit würdig zu leben,im gegenteil das vorhandene so umzuverteilen das die mächtigen geniessen und die anderen darben oder spielen wir sie kaputt mit der Arbeitswelt das sie nichte einmal in die Nähe der Rente kommen.

  • 31.10.2010, 21:29 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Wie schön für die Angestellten die die Gewerkschaften vertreten, bis hin zur Gewerkschaft Nahrung und Genuss. Als Konditorin verdiente ich im Jahre 1990 noch 600 Euro netto 900 Euro brutto, (1800 DEM brutto) als alleinstehende Frau, ich weiß nicht wie es heute aussieht aber mehr als 1000 Euro wird es wohl auch nicht sein.

    Dafür gibt es 18 Tage das heißt 3 Wochen Urlaub im Jahr, weil ja 6 tage woche gilt.

    Wie sieht es heute aus nach 3 abgeschlossenen berufsausbildungen:

    Mariana Mayer, Dipl inf. FH seit 6 Jahren aufgrund von zahlreichen Mobbingattacken arbeitslos. Gut gewerkschaftlich geschützte Sekretärinnen iG Metall haben sich daran genüsslich beteiligt. Sie waren selbst als Diplom informatikeriN FH deutliche besser bezahlt als ich und konnten sich jede Mobbingaktion leisten und warne gewerkschaftlich geschützt, weil sie ihre Leiharbeiter raustreiben wollten. Doch unabhängig davon, von persönlichen Schicksalen der Gewalt gegen Arbeitnehmer und Leiharbeiter, haben wir zahlreiche bahnunfälle die durch Leiharbeit erst entstehen konnten. Natürlich wurden kostenfrei meine iDeen mit aufgegriffen und vermarktet so z.b.der GDL Streik vor einigen Jahren den ich gelöst hatte, weil er die bahnsicherheit beeinträchtigt. Unsere gut gewerkschaftlich geschützten sitzen derweilen weiterhin in hochbezahlten Arbeitsverhältnissen und die Leiharbeiter sind kaputtgemacht worden, ihr Arschlöcher PROFiLiERT euch nur auf dem Rücken der Arbeit anderer Leute. getan habt ihr nichts und diese verheizt zu euren eigenen Gunsten. Mehr nicht! Sitzte selber alle hochbezahlt in Rente die das Volk bezahlt.

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