Tarifrunde im öffentlichen Dienst
Beamtenbund will kräftig zulangen

Der Deutsche Beamtenbund (dbb) rechnet mit einer schwierigen Tarifrunde für den öffentlichen Dienst im kommenden Jahr und bereitet sich auch auf Warnstreiks vor. Der dbb wird am Dienstag über seine Forderung beraten. Und diese könnte sogar noch höher ausfallen als die bisher genannten sechs bis sieben Prozent.

HB BERLIN. „Wir haben uns überlegt, wo und an welchen Stellen wir die Verhandlungen ab der zweiten, dritten Runde mit Warnstreiks begleiten werden“, sagte der dbb-Vorsitzende Peter Heesen dem Inforadio vom rbb am Samstag. Er sprach von einer „schwierigen Tarifrunde“ für die 1,3 Millionen Arbeitnehmer bei Bund und Kommunen.

Der Beamtenbund werde am kommenden Dienstag über seine Tarifforderung beraten. Diese könne sogar noch höher ausfallen als die von ihm bislang öffentlich genannten sechs bis sieben Prozent, da von der Gewerkschaftsbasis „ganz andere Signale“ kämen, sagte Heesen. Es sei die Zeit gekommen, „wo wir eine deutliche Einkommenserhöhung erwarten“.

Der Beamtenbund-Vorsitzende wies auf die „deutlich besseren Steuereinnahmen“ hin und meinte: „Es kann nicht sein, dass alle davon profitieren, aber der öffentliche Dienst nicht. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass die Menschen im öffentlichen Dienst gerecht behandelt werden und weiterhin motiviert ihre Arbeit tun können. Die Menschen im öffentlichen Dienst dürfen nicht abgehängt werden.“

Heesen verwies auch auf die zunehmenden Nachwuchsprobleme im öffentlichen Dienst. „Wenn wir jetzt nicht zu vernünftigen Einkommensentwicklungen kommen, dann wird der öffentliche Dienst großen Schaden nehmen.“

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