Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie
Peters droht mit Arbeitskampf

Die IG Metall hat in der laufenden Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie mit einem Arbeitskampf nach Ostern gedroht.

HB HAMBURG. Wenn die Arbeitgeber „am Verhandlungstisch tatsächlich nur mit 1,2 Prozent kommen, ist das lächerlich und geschmacklos“, sagte IG-Metall-Chef Jürgen Peters der Zeitung „Bild am Sonntag“. „Ich fürchte, dass viele Arbeitgeber nicht wissen, was sie damit anrichten: Wenn es dabei bleibt, provozieren sie einen Streik“, fügte Peters hinzu. Die Streikbereitschaft der Arbeitnehmer bezeichnete der Gewerkschaftschef als hoch.

Die IG Metall fordert für die 3,4 Millionen Beschäftigte der Branche fünf Prozent mehr Geld für 12 Monate. Kommende Woche soll zum zweiten Mal über ein umfassendes Angebot der Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen und Baden- Württemberg verhandelt werden - ein Ergebnis ist allerdings nicht absehbar. „Ich halte einen Abschluss vor Ostern für wenig wahrscheinlich“, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin KannegiesserKannegiesser, der „Financial Times Deutschland“ (Online-Ausgabe).

Kannegiesser hat einen schnellen Abschluss in der Tarifrunde gefordert. „In den nächsten drei, maximal vier Wochen müssen wir zusammenkommen, sonst ist das mit den bisherigen Möglichkeiten des Flächentarifvertrages nicht mehr machbar“, sagte er. Bei längeren Verhandlungen rechnet er mit vermehrten Austritten von Betrieben aus der Tarifbindung. „Dann werden die Unternehmen unruhig und gehen ihre eigenen Wege.“ Eine Hängepartie wie im öffentlichen Dienst „können wir uns nicht leisten“.

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