In der Tarifrunde für 3,9 Millionen Beschäftigte haben die Arbeitgeber in Bayern ein frühes Angebot vorgelegt. Bei der Arbeitszeit wird es aber keine Bewegung geben, warnt Verhandlungsführerin Angelique Renkhoff-Mücke.

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  • Ich bin ja froh, dass wenigstens die IG Metall noch Eier in der Hose hat und nicht wie Verdi 3,5 % Lohnerhöhung, gestreckt auf 3 Jahre, als Mega-Erfolg feiert. Und es ist klug, dass endlich mal jemand anfängt, das wichtige Thema Arbeitszeitverkürzung auf die Agenda zu setzen. Es ist doch lächerlich, dass wir in Deutschland trotz der im europäischen Vergleich ach so tollen (und frisierten) Arbeitslosenquote nominal gut 3 Millionen Arbeitslose haben und trotzdem über Fachkräftemangel jammern, dessen Ausmaß selbst in den apokalyptischsten Prognosen glaube ich niemals 10 % dieser Arbeitslosenzahl überschritten hat.

    Es ist schon jetzt nicht genug Arbeit da und es wird in Zukunft immer weniger. Auf der einen Seite häufen sich Burn-Out & Missbrauch leistungssteigernder Medikamente und auf der anderen Seite werden immer mehr Leute abgehängt und verlieren - völlig zu Recht - den glauben an eine Gesellschaft, an der man mit wirklich teilhaben kann. Arbeit = Lohn = (teilweise) Lebensaufgabe, Teilhabe, etc. Das ist wichtig für eine funktionierende Gesellschaft, und da denke ich nicht mal als erstes an die Sozialsysteme.

    Und mit einer gesetzlichen Arbeitszeitverkürzung nimmt man auch den ganzen Workaholic-Heuchlern den Wind aus den Segeln, die was von Leistungsgesellschaft faseln und damit vor sich selbst rechtfertigen, dass in Deutschland 2 Millionen Kinder im Dreck sitzen.

    Das Land driftet seit Jahren an praktisch allen Fronten in die falsche Richtung - und da schließe ich ausdrücklich die jedes Jahr propagierten Rekord-Exporte und -Dividenden ein. Wird Zeit, dass wir das wenigstens stoppen und nochmal drüber nachdenken, was für eine Gesellschaft wir eigentlich wollen.

    Die Metaller-Forderungen sind ein erster, wichtiger Schritt. In diesem Sinne: "GO IGM !" ;-)

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