Tarifrunde
Verdi fordert für Bankmitarbeiter deutlich mehr Geld

Im frisch begonnenen Tarifpoker für die Beschäftigten der Bankenbranche hat die Gewerkschaft Verdi eine deutliche Anhebung der Gehälter gefordert.

HB FRANKFURT. Verdi will für die insgesamt 420 000 Mitarbeiter der deutschen Banken acht Prozent oder mindestens 260 Euro mehr Gehalt durchsetzen, wie die Gewerkschaft am Freitag mitteilte.

Die Arbeitgeber wiesen die Forderung umgehend als „deutlich überzogen“ zurück. Die Geschäftsentwicklung im Bankengewerbe sei wegen der weltweiten Finanzkrise absehbar erheblichen Belastungen ausgesetzt.

„Diese Situation erlaubt für die Tarifverhandlungen nur einen sehr geringen Spielraum“, sagte der Verhandlungsführer der Banken, Heinz Laber.

Verdi-Bundesvorstand Uwe Foullong hielt dagegen, die Abschreibungen der Banken in Folge der Finanzkrise hätten nicht die Beschäftigten zu verantworten, sondern seien auf Missmanagement zurückzuführen.

„Bei den Großbanken gab es Dividendenerhöhungen für die Aktionäre, jetzt müssen auch die Beschäftigten angemessen honoriert werden“, sagte Foullong.

Am 20. Mai beginnen die Tarifverhandlungen für die 170 000 Mitarbeiter der Genossenschaftsbanken, für die es nach Angaben von Verdi derzeit keinen gültigen Tarifvertrag gibt.

Am 19. Juni wollen sich die Parteien dann zu ersten Gesprächen über die Erhöhungen für die 250 000 Mitarbeiter der privaten und öffentlichen Banken treffen.

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