Tarifstreit
IG Metall fährt Warnstreiks mit voller Kraft weiter

Der Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie verschärft sich weiter. Das letzte Angebot der Arbeitgeber sei „reine Provokation“, so die IG Metall. Die Warnstreiks der Gewerkschaft werden damit vorerst weitergehen.
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FrankfurtIm Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall ihre Warnstreiks fortgesetzt. Betroffen war nach Gewerkschaftsangaben am Montag unter anderem ein Mercedes-Benz-Werk im baden-württembergischen Rastatt, auch in Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen gab es Arbeitsniederlegungen. IG-Metall-Chef Berthold Huber nannte das bisherige Arbeitgeberangebot von drei Prozent eine „reine Provokation“.

Die IG Metall hatte am Sonntag eine Warnstreik-Welle gestartet, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Wegen des Brückentags am Montag, an dem viele Firmen die Produktion heruntergefahren hatten, seien zu Wochenbeginn nur „vereinzelte Aktionen“ angesetzt worden, sagte eine IG-Metall-Sprecherin in Frankfurt am Montag. Weitere Warnstreiks sollen am Donnerstag und Freitag stattfinden.

Die IG Metall will für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten der deutschen Metall- und Elektroindustrie 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Ausgebildeten und mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern. Die Arbeitgeber bieten ein Lohnplus von 3,0 Prozent für eine Vertragslaufzeit von 14 Monaten und lehnen die übrigen Forderungen ab.

Die Gewerkschaft gab sich kämpferisch. „Wer am Verhandlungstisch nicht konstruktiv ist, der bekommt die Antwort von den Beschäftigten im Betrieb geliefert“, sagte Huber zum Tag der Arbeit in Hamburg. Das angebotene Lohnplus sei gerade einmal ein Inflationsausgleich, zur unbefristeten Übernahme hätten die Arbeitgeber nur eine unverbindliche Empfehlung ausgesprochen. Bei der Forderung nach mehr Mitbestimmung in der Leiharbeit verweigerten sie sich sogar gänzlich, kritisierte der IG-Metall-Chef.

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