Tarifstreit
IG Metall startet Warnstreiks in Stahlindustrie

Die IG Metall reagiert mit Warnstreiks auf das nach ihrer Meinung unzureichende Angebot der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen für die westdeutsche Stahlindustrie. Erste Aktionen seien bereits für Freitag in Duisburg vor dem Gelände von Thyssen-Krupp mit mehr als 1000 Stahlarbeitern geplant. Weitere Warnstreiks sollen ab Montag folgen, darunter in Düsseldorf, Salzgitter, Dortmund und Bremen.

HB ESSEN. Einen entsprechenden Beschluss habe die Tarifkommission am Dienstagabend gefasst, teilte der Sprecher der IG Metall in NRW, Wolfgang Nettelstroth, am Mittwoch mit.

Das Lohnangebot der Arbeitgeber von drei Prozent für 19 Monate sowie einer Sonderzahlung von 500 Euro reiche bei weitem nicht aus, betonte IG-Metall-Verhandlungsführer Detlef Wetzel: „Die Prozentzahl ist zu niedrig und die Laufzeit zu lang.“ In diesem Angebot sei die gesamtwirtschaftliche Produktivitätssteigerung und die sehr gute Ertragslage der Branche nicht berücksichtigt.

Die IG Metall fordert für die rund 85 000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen die Erhöhung der Löhne und Gehälter um sieben Prozent für zwölf Monate und sowie Erleichterungen für ältere Arbeitnehmer.

Die Arbeitgeberseite reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung von Warnstreiks. „Wir haben nun wirklich ein honoriges Angebot gemacht“, sagte der Sprecher des Arbeitgeberverbands Stahl, Volker Becher. „Diese Ankündigung muss man wohl den allgemeinen gewerkschaftlichen Ritualen zurechnen.“

Die vierte Verhandlungsrunde für die 85 000 Beschäftigten ist kommende Woche Donnerstag in Essen angesetzt. Für den 20. September ist bereits eine weitere Runde geplant.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%