Tarifstreit
Keine Annäherung im Öffentlichen Dienst

Die Kommunalen Arbeitgeber wollen laut Medienberichten ihr Angebot vor der nächsten Verhandlungsrunde im Öffentlichen Dienst nicht verbessern. Die Arbeitgeber fordern von den Gewerkschaften, zunächst von ihrer Acht-Prozent-Forderung abzurücken.

HB BERLIN. Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes an diesem Montag in Potsdam zeichnet sich keine Annäherung ab. Die kommunalen Arbeitgeber wollen ihr Angebot nicht aufstocken. „Angesichts der völligen Unbeweglichkeit der Gewerkschaften kann ich mir ein neues Angebot unserer Seite nicht vorstellen“, sagte ihr Verhandlungsführer Thomas Böhle der „Rheinischen Post“ (Samstag). Der Vorsitzende der dbb Tarifunion, Frank Stöhr, kritisierte am Samstag erneut, das vorliegende Angebot bedeute einen Reallohnverlust.

Böhle - zugleich Präsident des Verbands kommunaler Arbeitgeber - forderte von den Gewerkschaften, ihre Acht-Prozent-Forderung zu überdenken „und auch die Punkte Arbeitszeitverlängerung und stärkere Leistungsdifferenzierung einbeziehen“. Zuvor hatte bereits Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU), der den Bund vertritt, ein neues Angebot abgelehnt. Stöhr sagte im Deutschlandradio Kultur, wenn Bund und Länder einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst wollten, müssten sie auch das erforderliche Geld bereitstellen.

Bei den Verhandlungen geht es nur um die Beschäftigten von Bund und Kommunen. Die Gewerkschaften Verdi und dbb Tarifunion fordern für die 1,3 Millionen Tarifangestellten acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber bieten bislang für zwei Jahre und verteilt auf drei Schritte fünf Prozent bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit. Am Freitag hatten Beschäftigte des öffentlichen Dienstes mit Warnstreiks den Nahverkehr in mehreren Großstädten vorübergehend lahmgelegt.

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