Tarifverhandlungen
Ärzte an kommunalen Kliniken im Streik

Der Ärztestreik an den Kliniken in Trägerschaft der Kommunen und Landkreise hat begonnen. Zunächst sind vier Bundesländer betroffen. Die Arbeitgeberseit prophezeit, dass dieser Ausstand die Patienten härter treffen wird als der an den Landeskrankenhäusern und Uni-Kliniken.

HB BERLIN/FRANKFURT. In Frankfurt-Höchst versammelten sich etwa 50 Mediziner vor dem Haupteingang der Städtischen Kliniken und bekräftigten mit Trillerpfeifen und Transparenten ihre Forderungen nach mehr Geld und besseren Arbeitsbedingungen. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund will zunächst in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein Ärzte zum Ausstand aufrufen.

Der Verhandlungsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeber (VKA), Otto Foit, rechnet mit starken Einschränkungen für die Patienten durch den Streik. Er fürchte, dass dieser Arbeitskampf die Patienten härter treffen werde als die Streiks an Uni-Kliniken, sagte Foit im ARD-„Morgenmagazin“. „Die kommunalen Häuser sind verantwortlich für die Vor-Ort-Versorgung.“

Der Marburger Bund bewege sich mit der Streikaktion ins Abseits, sagte Foit. Der Tarifvertrag, den die Ärztevertretung mit den Ländern abgeschlossen habe, sei für die Kommunen unbezahlbar. „Wir haben eine Budgetsteigerungsrate gesetzlich festgelegt von 0,63 Prozent und da passt die Forderung von 30-prozentiger Gehaltserhöhung wie sie der Marburger Bund erhebt, nicht hinein“.

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