Tarifverhandlungen
IG Metall droht mit Warnstreiks

Die IG Metall hat flächendeckende Warnstreik angedroht, sollte in den Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie keine Einigung bis zum Ablauf der Friedenspflicht Ende April erzielt werden.

HB HAMBURG. „Wir werden nicht klein anfangen, sondern gleich klotzen“, warnte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Harmut Meine, im „Spiegel“. „Alle relevanten Betriebe“ würden betroffen sein. Die Arbeitgeber betonten, das Angebot einer Lohnerhöhung von 2,5 Prozent plus 0,5 Prozent Konjunkturbonus werde nicht erhöht. Die Gewerkschaft will 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die bundesweit 3,4 Mill. Beschäftigten.

Bleibt eine Einigung aus, könne bis spätestens Mitte Mai eine Entscheidung über richtige Streiks fallen, drohte Meine. Angesichts einer Kapazitätsauslastung von bis zu 90 Prozent würden Arbeitsniederlegungen die Arbeitgeber hart treffen, sagte er. Er gehe davon aus, dass noch bis zum Ende der Friedenspflicht am 27. April ein Abschluss erreicht werden könne. In Niedersachsen als bisher einzigem Bezirk ist für diesen Tag bereits eine vierte Gesprächsrunde angesetzt. Die Friedenspflicht läuft um Mitternacht in der Nacht vom 28. auf den 29. April ab.

Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser konterte in der „Welt am Sonntag“: Über den Abschluss von 2006 dürfen wir keinesfalls hinausgehen.“ Damals hatten die Tarifparteien eine Lohnsteigerung von drei Prozent vereinbart. Der Arbeitgeberchef begründete die harte Linie mit dem „mühsam erarbeiteten Preis-Leistungs-Verhältnis für unsere Produkte“. Andernfalls würden sich die Absatzchancen wieder verschlechtern. „Die drei Prozent, die wir angeboten haben, sind ja kein Fliegendreck“, sagte Kannegiesser.

Es gebe aber „die eine oder andere Stellschraube, über die man jetzt noch reden kann“, sagte Kannegiesser. Näheres dazu sagte er nicht: „Das gehört auf den Verhandlungstisch.“

Die Tarifverträge für die Branche waren am 31. März ausgelaufen. Die Verhandlungen werden am Montag in den Tarifbezirken Baden- Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Küste fortgesetzt.

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