Tarifverhandlungen
IG Metall will bis zu fünf Prozent mehr Lohn

Die IG Metall verlangt in der Tarifrunde 2006 für die Metall- und Elektroindustrie Einkommenserhöhungen bis zu fünf Prozent. Die Forderung liegt deutlich über den Vorstellungen der Arbeitgeber.

HB FRANKFURT. Der Verband Gesamtmetall hatte am Wochenende für die rund 3,5 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie allenfalls 1,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt in Aussicht gestellt. IG Metall-Chef Jürgen Peters sagte, der neue Tarifvertrag solle eine Laufzeit von zwölf Monaten haben. Die für 2007 geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte auf 19 Prozent werde erst in der Tarifrunde 2007 zu berücksichtigen sein.

„Wir werden die Massenkaufkraft stärken“, so Peters weiter. Bei den Einkommen gebe es auch wegen der moderaten Tariferhöhungen der vergangenen Jahre einen großen Nachholbedarf. "Unsere Forderungsempfehlung ist bezahlbar und innovativ, sie ist volkswirtschaftlich geboten und sozial gerechtfertigt". Die Situation in der Metallbranche sei besser als die Lage der Gesamtwirtschaft. Peters sprach von einer günstigen Produktivitätsentwicklung und positiven Ertragsaussichten der Unternehmen für 2006.

Die Bezirke hatten sich bereits im Vorfeld für Forderungen zwischen vier und fünf Prozent ausgesprochen. Endgültig beschließen will die Gewerkschaft ihre Forderung am 20. Januar. Erste Verhandlungen sollen im Februar beginnen.

In der Tarifrunde 2004 hatte die Gewerkschaft vier Prozent mehr Lohn und Gehalt verlangt. Der Tarifabschluss sah dann Einkommenserhöhungen in zwei Schritten um 2,2 Prozent ab März 2004 und 2,7 Prozent ab März 2005 vor. Außerdem wurden den Betrieben Möglichkeiten eingeräumt, in Ausnahmefällen vom Flächentarif abzuweichen.

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