Tarifverhandlungen
Metall-Arbeitgeber stellen sich auf Streik ein

Nach der Vertagung der Tarifgespräche in Nordrhein-Westfalen gehen die Arbeitgeber davon aus, dass eine Einigung ohne Streik nicht zu erzielen ist. Die Unternehmerseite hatte bei der Verhandlungsrunde am Dienstag doch kein neues Angebot vorgelegt.

HB BERLIN. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser sagte am Mittwochmorgen in der ARD, man müsse sich darauf einstellen, dass man am Verhandlungstisch zunächst keine Lösung finden werde. „Ich hoffe, dass der Knoten am Freitag platzt, aber ich bin absolut nicht sicher.“ Natürlich wolle niemand einen Arbeitskampf, aber man könne nicht um jeden Preis eine Lösung finden. „Das würde wie ein Bumerang auf uns zurückfallen.“

Auf die Frage, warum die Arbeitgeberseite nicht das angekündigte verbesserte Angebot vorgelegt habe, antwortete Kannegiesser, dies sei „nicht so einfach“, wenn beide Seiten klare Vorstellungen hätten, wo für sie „das Ende der Fahnenstange“ sei. Momentan sei jeder „wie ein pawlowscher Hund auf eine Prozentzahl fixiert“, man müsse aber ein Konzept für eine Gesamtlösung vorlegen und Lösungsbeiträge für die wirtschaftliche Gesamtsituation finden, betonte Kannegiesser.

Die IG Metall hatte nach der Verhandlungsrunde am Dienstag angekündigt, falls bis zum kommenden Dienstag kein Ergebnis erzielt werde, werde sie das Scheitern der Gespräche verkünden. Der Verhandlungsleiter der nordrhein-westfälischen IG Metall, Detelf Wetzel, sagte, die Tarifkommission der Gewerkschaft werde bereits am Donnerstag über einen entsprechenden Vorratsbeschluss befinden. Beide Seiten seien beim Thema Löhne und Gehälter noch meilenweit auseinander. Eine Annäherung habe es aber in den Bereichen Qualifizierung der Mitarbeiter und vermögenswirksame Leistungen für die Beschäftigten gegeben. Nordrhein-Westfalen gilt neben Baden-Württemberg als möglicher Pilot-Bezirk für einen Abschluss. Die Gespräche in Baden-Württemberg sollen am Mittwoch fortgesetzt werden.

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