Tarifverhandlungen: NRW-Metaller wollen 6,5 Prozent mehr

Tarifverhandlungen
NRW-Metaller wollen 6,5 Prozent mehr

Als letzter Bezirk der IG Metall hat Nordrhein-Westfalen seine Empfehlung an die Frankfurter Gewerkschaftszentrale für eine Forderung bei den anstehenden Tarifverhandlungen abgegeben. Die NRW-Metaller legen dem Vorstand 6,5 Prozent nahe und treffen damit wohl genau den Punkt.

HB SPROCKHÖVEL. Der Vorstand der Gewerkschaft will am Dienstag in Frankfurt seine Empfehlung für die bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten geben. Da sich die Tarifkommissionen in allen Bezirken für sechs bis sieben Prozent mehr Geld ausgesprochen haben, wird die Empfehlung dem Vernehmen nach bei 6,5 Prozent liegen.

Der nordrhein-westfälische IG-Metall-Bezirksleiter Detlef Wetzel wies auf die „ausgezeichnete wirtschaftliche Situation“ der Branche hin. „Für 2007 sind die Auftragsbücher bereits voll“, sagte Wetzel nach einer Sitzung der Tarifkommission im westfälischen Sprockhövel. „Jetzt sind die Beschäftigten dran. Zu den guten Gewinnen gehören gute Einkommen. Dafür treten wir in dieser Tarifrunde an“, sagte der Bezirkschef. Mit wachsender Mitgliederstärke sehe sich die Gewerkschaft „sehr gut“ in der Lage, die Konflikte um einen neuen Tarifabschluss auch in den Betrieben auszutragen.

Die nordrhein-westfälischen Metall-Arbeitgeber wiesen die Empfehlung als „fernab jeder Realität“ zurück. „Eine auch nur annähernde Umsetzung dieser Forderung würde Aufschwung und Arbeitsplätze massiv gefährden“, sagte der Präsident des Verbands und Verhandlungsführer der Metall- und Elektroindustrie in NRW, Horst-Werner Maier-Hunke.

Die Tarifkommission in NRW will am 22. Februar eine abschließende Entscheidung über die Forderungshöhe treffen. Der Vorstand der IG Metall wird vier Tage später die bundesweite Forderung beschließen. Die Tarifverhandlungen für Nordrhein-Westfalen beginnen am 12. März in Gelsenkirchen. Dies ist bundesweit die erste Runde.

2006 hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber nach massiven Warnstreiks in einem Pilotabschluss in Düsseldorf auf Tariferhöhungen von drei Prozent und eine variable Einmalzahlung von 310 Euro geeinigt. Die IG Metall war damals mit einer Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt in die Verhandlungen gegangen. Die Tarifverträge laufen Ende März aus. Die Friedenspflicht endet am 28. April. Danach sind Warnstreiks möglich.

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