Tarifverhandlungen
Stahl-Arbeitgeber bieten drei Prozent mehr

In der Stahlindustrie Nordrhein-Westfalens, Niedersachsens und Bremens haben die Arbeitgeber drei Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine Einmalzahlung für die rund 85 000 Beschäftigten geboten. Die IG Metall, die mehr als das Doppelte verlangt, hält die Offerte für unzureichend und hat Warnstreiks angekündigt.

HB ESSEN. Der Sprecher der Arbeitgeber, Helmut Koch, sagte am Dienstag nach der dritten Verhandlungsrunde in Essen, neben der Tariferhöhung wollten die Unternehmen ihre Arbeitnehmer mit einer Einmalzahlung von 500 Euro an der guten Ertragslage in der Branche beteiligen. Die Laufzeit des Vertrags solle 19 Monate betragen.

Die Gewerkschaft hatte sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert. „Somit ist das Angebot nur ein erster Schritt und noch meilenweit von einem möglichen Abschluss entfernt“, sagte IG Metall- Verhandlungsführer Detlef Wetzel. „Auch reicht die gebotene Einmalzahlung bei weitem nicht aus, um die Beschäftigten an der exorbitant guten Ertragslage angemessen zu beteiligen.“ Zudem sei die Laufzeit zu lang. Wetzel sagte, er sei sicher, dass sich die Tarifkommission am Mittwoch für Warnstreiks aussprechen werde. Die Aktionen sollen an allen Stahl-Standorten laufen.

Erfreut zeigte sich Wetzel über die Bereitschaft der Arbeitgeber, an einem Perspektivplan für Beschäftigung und altersgerechtes Arbeiten in der Stahlindustrie mit zu arbeiten. Die Arbeitgeber wollen auch die Forderung nach Lernmittelfreiheit für die Auszubildenden erfüllen. Die vierte Tarifverhandlungsrunde ist für den 14. September geplant.

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