Tarifverhandlungen
Tausende Krankenhausärzte streiken am Mittwoch

Mehrere tausend Ärzte der Universitätskliniken und Landeskrankenhäuser werden am Mittwoch für einen Warnstreik zeitweise die Arbeit niederlegen. Insgesamtsind 40 Kliniken in zwölf Bundesländern betroffen.

HB BERLIN. Mit Warnstreiks und Protestaktionen will die Ärzteorganisation Marburger Bund vor den Tarifverhandlungen am Freitag den Druck auf die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) erhöhen, sagte der Sprecher des Marburger Bundes, Athanasios Drougias am Dienstag in Berlin. „Es kommt kein Patient zu Schaden." In Absprache mit den Arbeitgebern werde eine Notfallversorgung sichergestellt. Bereits in der vergangenen Woche gab es Proteste. Daran beteiligten sich nach Angaben des Marburger Bundes rund 2500 Mediziner.

Die Ärzteorganisation fordert 30 Prozent mehr Gehalt und einen spezifischen Tarifvertrag für die Ärzte der Unikliniken und Landeskrankenhäuser. Die Mediziner seien bereit, auf die Forderung der Arbeitgeber nach flexibleren Arbeitszeiten einzugehen, sagte Drougias. Die Tarifparteien hatten die neunte Verhandlungsrunde am Freitag in Berlin mit einem Sondierungsgespräch in der vergangenen Woche vorbereitet. Ergebnisse wurden nicht bekannt.

Nach Darstellung des Marburger Bundes beteiligen sich an den Protesten am Mittwoch Ärzte in Schleswig-Holstein, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hessen, Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland- Pfalz und im Saarland. Der Schwerpunkt des Arbeitskampfes liege bei Unikliniken, an denen rund 22 000 Ärzten beschäftigt sind.

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