Tarifverhandlungen
Verdi demonstriert Selbstbewußtsein

Die Gewerkschaft Verdi ist zuversichtlich, sich mit dem Land Baden-Würtemberg in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Kommunen zu einigen. Hessens Finanzminister warnt jedoch die Gewerkschafter, den Bogen nicht zu überspannen.

HB BERLIN. Unmittelbar vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Kommunen in Baden-Württemberg hat sich die Gewerkschaft Verdi zuversichtlich gezeigt. Er sei verhalten optimistisch, dass man einen Lösungsansatz finden könne, sagte Alfred Wohlfahrt von der Tarifkommission der Dienstleistungsgewerkschaft am Montag im ZDF. Überlegungen des Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske zu altersabhängigen Arbeitszeiten bezeichnete er als hilfreich. Er betonte erneut, Verdi habe ein elementares Interesse an der Beibehaltung der 38,5 Stundenwoche. Die Arbeitgeber hätten erkannt, dass sie ihre Maximalforderung einer Arbeitszeitverlängerung auf 40 Wochenstunden ohne Lohnausgleich nicht durchsetzen könnten.

Unterdessen gingen die Streiks im öffentlichen Dienst in die vierte Woche. Schwerpunkte am Montag sollten Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg sein, sagte eine Verdi-Sprecherin in Berlin. Die derzeitige Tarifauseinandersetzung betrifft neben den Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Kommunen bestimmter Länder auch die Beschäftigten der Landesregierungen, die Mitglied in der Tarifgemeinschaft der Länder sind. Auch auf Länderebene geht es um die Arbeitszeitverlängerung sowie um von den Arbeitgebern geplante Kürzungen bei Weihnachts- und Urlaubsgeld. Der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar warnte in der der „Berliner Zeitung“: „Mit jeden Streiktag denken Länder und Kommunen darüber nach, welche Dienste sie überhaupt noch in öffentlicher Hand betreiben müssen.“ Die Frage sei, ob Müllabfuhr, Krankenhäuser, Kindergärten noch Teil des öffentlichen Dienstes sein müssten.

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