Tarifverträge sollen wieder in Kraft gesetzt werden
Ost-Metaller wollen im September wieder verhandeln

Im Tarifkonflikt der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie soll nach dem gescheiterten Streik für die 35- Stunden-Woche im September wieder verhandelt werden. Die IG Metall bot den Arbeitgebern nach Angaben vom Donnerstag für kommenden Monat vier Termine an.

HB/dpa BERLIN.Dabei soll es darum gehen, die auf Grund des Arbeitskampfes gekündigten Tarifverträge wieder in Kraft zu setzen. Einen konkreten Termin für neue Gespräche gibt es noch nicht. Offen ist auch, ob für einzelne Bezirke oder für den gesamten Osten verhandelt wird.

Die ostdeutschen Metall-Arbeitgeberverbände hatten sich zu neuen Verhandlungen schon vor längerer Zeit bereit erklärt. Zunächst soll aber bei einem Treffen am 29. August in Berlin die gemeinsamen Marschroute abgesteckt werden. Neben den Chefs der ostdeutschen Verbände nimmt auch der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, teil. Die sächsischen Arbeitgeber haben zur Bedingung für eine Rückkehr zu den alten Tarifverträgen gemacht, dass die 38-Stunden-Woche bis 2008 festgeschrieben wird. Dies ist im Arbeitgeberlager jedoch umstritten.

Um den gescheiterten Streik und die weitere Strategie soll es auch beim Gewerkschaftstag der IG Metall am übernächsten Wochenende in Frankfurt am Main gehen. Der bisherige Vize Jürgen Peters will dabei die Nachfolge des IG-Metall-Vorsitzenden Klaus Zwickel antreten. Peters war gemeinsam mit dem ostdeutschen Bezirksleiter Hasso Düvel einer der Hauptverantwortlichen für die misslungene Streikstrategie. Düvel hatte Spekulationen über seinen möglichen Rücktritt kürzlich dementiert.

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