Tarifvertrag läuft Ende Mai aus
Verdi fordert vier Prozent für das Bankgewerbe

Mit Forderungen von vier Prozent mehr Geld geht die Gewerkschaft Verdi in die Tarifrunde für die deutschen Banken. Ein Verdi-Sprecher sagte am Montag in Berlin, dieses „Gesamtvolumen“ umfasse die Einkommenserhöhung sowie Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung.

HB BERLIN. Die Leistung der Angestellten im Strukturwandel des Kreditgewerbes müsse mit einer „deutlichen Gehaltssteigerung“ honoriert werden. Die Arbeitgeber wiesen die Forderung mit Blick auf die anhaltend schwierige Lage der Branche zurück. Die Verhandlungen für die knapp 430 000 Beschäftigten sollen am 17. Mai in Frankfurt/Main beginnen.

„Der Produktivitätszuwachs im Bankgewerbe ist deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft“, sagte ver.di-Vorstand Hinrich Feddersen. Daher sei die Forderung „einschließlich beschäftigungssichernder Regelungen verteilungsneutral“. Angesichts weiter drohenden Personal- Abbaus müsse es auch um Tarifregelungen zum Erhalt von Arbeitsplätzen gehen - etwa um eine Verlängerung der Verträge zur Altersteilzeit oder Transfermaßnahmen zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen. Kosten hierfür seien Teil der Gesamtforderung von vier Prozent.

Der Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes warf ver.di vor, den Ertragsdruck des Kreditgewerbes zu missachten. Die Branche habe die „bittere Lektion gelernt, dass Kostenprobleme unmittelbar auf die Beschäftigung durchschlagen“, sagte Dieter Rampl, Chef der HypoVereinsbank und Verhandlungsführer der Banken. In den vergangenen drei Jahren sei allein bei den privaten Banken jede siebte Stelle verloren gegangen. Nötig seien nun Kostendisziplin und mehr Spielraum für betriebliche Regelungen.

Der im Dezember 2002 geschlossene Tarifvertrag läuft Ende Mai aus. Damals hatten die Tarifparteien Anhebungen in drei Stufen von 3,1 Prozent, zwei Prozent und noch einmal ein Prozent vereinbart.

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