Tausende gingen auf die Straße
Studenten protestieren gegen Sparpläne

Aus Protest gegen die Sparpläne der bayerischen Landesregierung sind am Donnerstag mehrere tausend Studenten im Freistaat auf die Straße gegangen. Auch in Sachsen-Anhalt protestierten Studenten.

HB MÜNCHEN/MAGDEBURG. In Bayern gingen über 40 000 Demonstranten auf die Straße. Die Hochschulen sollen dort im kommenden Jahr in ihren Haushalten zehn Prozent einsparen. In Halle und Magdeburg versammelten sich über 10 000 Hochschüler zur größten Studentendemonstration in der Geschichte Sachsen-Anhalts, um gegen die geplanten Kürzungen der CDU-Regierung zu demonstrieren.

Allein in München gingen nach Polizeiangaben weit mehr als 20 000 Demonstranten auf die Straße. In Regensburg waren es rund 10 000, in Würzburg mindestens 7000 junge Leute, die friedlich durch die Stadt zogen. In Erlangen schlossen sich rund 4500 Studierende den Protesten an. Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) sagte, die Lage für die Hochschulen sei angesichts steigender Studentenzahlen schwierig. Der Sparkurs biete aber auch eine Chance zur Neuprofilierung.

An den bayerischen Hochschulen befürchtet man durch den Sparkurs eine deutliche Verschlechterung von Forschung und Lehre. Vor der Bayerischen Staatskanzlei legten die Demonstranten einen „Denkstopp“ ein. An die Adresse von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) riefen die Studenten in Sprechchören „Stoiber - Bildungsräuber“. Bayernweit forderten Studentenvertretungen die Staatsregierung auf, nicht mit der Rasenmähermethode zu agieren.

Auf dem Magdeburger Domplatz versammelten sich 3500 Studenten. In Halle gingen nach Angaben der Polizei bis zu 8000 Studierende auf die Straße und traten in einen Warnstreik. Mit Transparenten, Trillerpfeifen und Trommeln protestierten die jungen Leute gegen die geplanten Einschnitte an den Universitäten. Eine Regierungssprecherin verteidigte das Vorhaben, dass Hochschulen ab 2006 zehn Prozent ihres Etats einsparen sollen. „Die Hochschulausbildung in Sachsen-Anhalt ist zu teuer“, sagte sie. Das Land sei Spitzenreiter bei den öffentlichen Ausgaben je Student an den Universitäten.

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