Technische Aufarbeitung abgeschlossen: Ab April können die "Rosenholz"-Dateien genutzt werden

Technische Aufarbeitung abgeschlossen
Ab April können die "Rosenholz"-Dateien genutzt werden

Von April an sollen die sogenannten "Rosenholz"-Dateien über Westspione der Stasi für Auskünfte und Überprüfungen genutzt werden. Der Sprecher der Bundesbehörde für Stasiunterlagen, Christian Booß, sagte am Montag in Berli, die technische Aufbereitung der aus den USA zurückgekehrten Dateien sei dann abgeschlossen. Seit vorigem Sommer unterliegt diese Agentenkartei nicht mehr der Geheimhaltung.

HB BERLIN. Die geheimnisumwitterte Datensammlung der für die Auslandsspionage zuständigen Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) des Stasi-Ministeriums war nach dem Ende der DDR 1989 auf bislang ungeklärten Wegen in die Hände des US- Geheimdienstes CIA gelangt. Die Operation trug den Namen „Rosewood“ (Rosenholz). Zur Sammlung gehören rund 317 000 verfilmte Karteikarten zu Personen und weitere 77 000 zu operativen Vorgängen.

Probleme gab es nach der Rückkehr mit der Qualität der mikroverfilmten Karteikarten. Sie waren teilweise schlecht lesbar und Zahlenkombinationen fehlerhaft. So mussten die Datensätze überprüft werden. Im Zusammenhang mit „Rosenholz“ wurde bislang die Namen von zwei Prominenten genannt, von PDS-Chef Lothar Bisky und von dem Schriftsteller und Journalisten Günter Wallraff.

Behördenchefin Marianne Birthler sagte in der „Mitteldeutschen Zeitung“, sie rechene nicht damit, dass neue Überprüfungen jetzt zu einer Welle spektakulärer Enthüllungen führten.

Zuletzt hatte sich Birthler Anfang Januar für eine neuerliche Überprüfung der Parlamentarier im Bundestag und den Landtagen als vertrauensbildende Maßnahme ausgesprochen. Sie hatte dies mit möglichen neuen Erkenntnissen aus „Rosenholz“ begründet. In der Regel können Abgeordnete aber nur auf eigenen Wunsch auf eine mögliche Stasi-Tätigkeit überprüft werden.

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