Tegel und Schönefeld Bodenpersonal streikt – am Freitag drohen Flugausfälle

Der eine Berliner Flughafen eröffnet einfach nicht, am anderen wird gestreikt. Laut Verdi sollen am Freitag die 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals die Arbeit niederlegen. Auf Passagiere kommen Flugausfälle zu.
Update: 09.03.2017 - 11:22 Uhr 2 Kommentare
Für die Gewerkschaft Verdi ist ein Streik an den Berliner Flughäfen unausweichlich geworden. Quelle: dpa
Streik des Bodenpersonals

Für die Gewerkschaft Verdi ist ein Streik an den Berliner Flughäfen unausweichlich geworden.

(Foto: dpa)

BerlinPassagiere an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld müssen am Freitag mit Verspätungen und Flugausfällen rechnen: Die Gewerkschaft Verdi hat die rund 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals zu einem Streik aufgerufen. Das teilte sie am Donnerstagmorgen mit. Der Ausstand soll am Freitagmorgen gegen vier Uhr beginnen und am Samstagmorgen gegen fünf Uhr enden.

Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg rechnet mit starken Beeinträchtigungen. Auch danach seien Einschränkungen zu erwarten. Noch war am Donnerstagvormittag kein Flug wegen des Streiks offiziell gestrichen, doch Fluggäste müssen sich auf zahlreiche Ausfälle einstellen. Sie sollten sich bei den jeweiligen Gesellschaften nach dem aktuellen Stand erkundigen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft.

Hintergrund des Streiks ist der andauernde Tarifstreit zwischen Verdi und dem Forum der Bodenverkehrsdienstleister, in dem die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert sind. „Leider ist ein Streik unausweichlich geworden, weil die Arbeitgeberseite bislang immer noch kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt hat und eine Einigung auf dem Verhandlungsweg derzeit nicht möglich zu sein scheint“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Enrico Rümker.

Deutsche Flughäfen – Die Gewinner und Verlierer
Verlierer: Dortmund
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Der Airport der Ruhrgebietsstadt kämpft ebenfalls mit sinkenden Passagierzahlen. Die Zahl sank 2016 um 3,4 Prozent auf 1,9 Millionen.

Quelle: ADV, Flughäfen

Verlierer: Münster-Osnabrück
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Die Passagieranzahl des Flughafens in Westfalen sank im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent auf 782.000. Doch zwei deutsche Airports traf es noch härter.

Verlierer: Leipzig/Halle
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Der ostdeutsche Airport und ein anderer deutscher Flughafen sind die größten Verlierer. Die Passagierzahl sank 2016 um 5,5 Prozent auf 2,2 Millionen.

Verlierer: Friedrichshafen
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Die Passagierzahl in Friedrichhafen am Bodensee ist um 6,4 Prozent gesunken – auf rund 524.000 Fluggäste.

Gewinner: Memmingen
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Der Flughafen im Allgäu konnte 2016 im Vergleich zum Vorjahr ein Plus an Passagieren von 13 Prozent verzeichnen – der viertgrößte Zuwachs in Deutschland. Knapp eine Millionen Menschen nutzten den Flughafen, vor allem von Billigfliegern wie Ryanair oder Wizz Air.

Gewinner: Köln-Bonn
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Im vergangenen Jahr hatte der Flughafen im Rheinland 15,2 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr – rund 11,9 Millionen Menschen.

Gewinner: Rostock-Laage
7 von 13

Rostock-Laage hat sogar einen Passagierrekord verbucht – rund 250.000 Fluggäste wurden befördert. 31 Prozent betrug das Wachstum. Der Flughafen aus Mecklenburg-Vorpommer machte vor allem Billigflieger wie Ryanair für das Wachstum verantwortlich. Doch größter Gewinner ist ein anderer Airport.

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten einen Euro mehr pro Stunde bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Bislang verdienen sie durchschnittlich elf Euro. Die Arbeitgeber hatten am Dienstag eine Gehaltserhöhung um acht Prozent über drei Jahre angeboten, allerdings wies die Gewerkschaft dieses Angebot umgehend zurück.

Die Bodenverkehrsdienstleister nannten den Streik am Donnerstag „verantwortungslos“, weil er eine Lösung des Konflikts in weite Ferne rücke. „Wir haben unser Möglichstes getan, um einen Streik abzuwenden. Sowohl mit der Höhe des Angebots als auch mit der Laufzeit sind wir der Gewerkschaft weit entgegengekommen“, erklärte ein Sprecher.

Schon im Februar hatten mehrere Warnstreiks des Bodenpersonals zu hunderten Flugausfällen und Verspätungen geführt. Dabei legten die Beschäftigten allerdings nur jeweils etwa einen halben Tag lang ihre Arbeit nieder.

Hat Deutschland den schlechtesten Flughafen der Welt?
Flop 5: Brüssel-Charleroi
1 von 10

Das Online-Reiseportal Edreams hat für die Rangliste 65.000 Kundenbewertungen ausgewertet. Berücksichtigt werden dabei internationale Flughäfen mit einem Verkehrsaufkommen von mindestens neun Millionen Passagieren. Nach Auswertung aller Kundenmeinungen ergibt sich für den Flughafen Charleroi, der 50 Kilometer südlich von Brüssel liegt, der fünfte Platz.

Quelle: Edreams

Flop 4: New York John F. Kennedy
2 von 10

Der größte Flughafen der US-Metropole New York schneidet ebenfalls schlecht ab. Im vergangenen Jahr flogen hier fast 60 Millionen Passagiere. In den kommenden Jahren soll der Airport komplett renoviert werden.

Flop 3: New York LaGuardia
3 von 10

Auf dem drittletzten Platz landet mit LaGuardia ein weiterer Airport aus New York. Dieser hat ohnehin bereits den Ruf als „schlechtester Flughafen Amerikas“.

Flop 2: London-Luton
4 von 10

Auch der Flughafen Luton International in London fällt in der internationalen Bewertung durch. Der viertgrößte Airport Londons landet in der Rangliste auf dem vorletzten Platz.

Flop 1: Berlin-Schönefeld
5 von 10

Negative Kritiken hagelte es für den Airport im Südosten der deutschen Hauptstadt. Berlin-Schönefeld fällt als schlechtester Flughafen weltweit bei den Passagieren in Ungnade. Besonders der Wartebereich wurde bemängelt.

Top 5: Frankfurt am Main
6 von 10

Der Frankfurter Airport überzeugt die Reisenden. Der hessische Flughafen platziert sich im internationalen Ranking auf Rang fünf. In den Kategorien Gastronomie, Wartebereiche und Einkaufsmöglichkeiten setzt sich Frankfurt sogar als deutscher Spitzenreiter durch.

Top 4: München
7 von 10

Der Flughafen München ist der beste deutsche Airport und belegt den vierten Platz im weltweiten Gesamtranking. Mit dem Bau des neuen Flughafengebäudes, dem Satellitenterminal, konnte der Flughafen punkten und schafft Platz für 11 Millionen zusätzliche Fluggäste.


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2 Kommentare zu "Tegel und Schönefeld: Bodenpersonal streikt – am Freitag drohen Flugausfälle"

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  • "Herr Alfred E. Neumann - 09.03.2017, 12:35 Uhr

    Liebe Kommentatoren, leider werden wir noch viereinhalb Jahre mit der psychopatologischen Zonenpfaffentochter oder dem Kriminellen Alkoholiker leben müssen.
    Handlungsunfähig werden wir gezwungen zuzuschauen wie dieses großartige Land zugrunde gerichtet wird!"

    @HBO
    das ist sogar unter meinem Niveau.
    Ich bin zwar ein glühender Anhänger von Trump und Putin, und sehe für unser Reich nur die AFD als Rettung, aber das geht wirklich zu weit.
    Bitte Neumann entfernen, der ist ja wohl MAD! Danke

  • So eine Dauerstreikerei gibt es auch nur unter der grünsozialistischen Merkelregierung.
    Trump würde einfach ein paar Flugzeuge chartern und der Streik wäre vorbei.
    Bei Putin und Erdogan käme es erst gar nicht dazu. Denn das sind eben alles Macher.

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