Telefonaktion
Das Krisentelefon für Unternehmer

Welche Förderprogramme gibt es oder wie komme ich an Kredite? Das Handelsblatt und der DIHK bieten in einer Telefonaktion Hilfe an. Am Donnerstag stehen zwischen 9.30 Uhr und 15.30 Uhr zahlreiche Experten zur Verfügung, um zu den Themen Finanzierung, Kurzarbeit und Insolvenz zu beraten, damit Sie den Weg aus der Krise finden.

FRANKFURT. Die Dimensionen sprengen jegliche Erfahrungswerte: Für mehr als 2,1 Millionen Arbeitnehmer haben Unternehmen seit Beginn der Krise Kurzarbeit angemeldet. Allein im März kamen 670 000 Anträge auf konjunkturbedingtes Kurzarbeitergeld hinzu. Obwohl die Zahl der Kurzarbeiter rasant steigt, nutzen die wenigsten Unternehmen die Krise dazu, ihre Mitarbeiter weiterzubilden, um sich so für den nächsten Aufschwung zu rüsten. „Zu teuer und zu aufwendig“, heißt es häufig zur Begründung. Allerdings sind besonders kleineren Unternehmen die neuen Fördermöglichkeiten kaum bekannt. Das zeigt eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter 14 000 Unternehmen.

Die Krise wirft viele Fragen auf, auf die Unternehmen bislang keine Antworten finden mussten. Welche Förderprogramme gibt es? Was passiert mit den Sozialversicherungsbeiträgen während der Kurzarbeit? Was kann man als Gläubiger eines insolventen Schuldners noch tun? Wie kommt man an Kredite?

Um hiesigen Unternehmen aus der Misere herauszuhelfen, richtet das Handelsblatt in einer gemeinsamen Aktion mit dem DIHK morgen ein Krisentelefon ein.

Über mehrere Stunden werden Fachleute erreichbar sein, Experten der Bundesagentur für Arbeit, des Bundeswirtschafts- und des Arbeitsministeriums, der staatseigenen Förderbank KfW, der Deutschen Zentral-Genossenschaftsbank, des Verbands Deutscher Bürgschaftsbanken, des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, des Bundesverbandes Deutscher Banken und der Industrie- und Handelskammern.

Wie hilfreich solche Informationen sein können, zeigt die DIHK-Umfrage: Mehr als die Hälfte der Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten hatte keine Kenntnis von den im Rahmen des Konjunkturpakets II vereinbarten staatlichen Qualifizierungszuschüssen.

„Dabei ist gerade in Zeiten der Krise und der Umbrüche die Weiterbildung der Beschäftigten ein Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Volkswirtschaft“, sagt DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann, der ebenfalls am Krisentelefon erreichbar sein wird. Allerdings stehen den Unternehmen Hürden im Weg, gibt der Verbandschef zu: Für jede einzelne Qualifizierungsmaßnahme werde eine Zertifizierung nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) verlangt. Das verzögere die Umsetzung der Qualifizierungsmaßnahmen mitunter über Wochen und schrecke viele Unternehmen ab. „Wir müssen die Bremsen lockern, im politischen wie im unternehmerischen Bereich“, fordert er deshalb. „In der Krise muss es schnell und einfach gehen.“

Diesen Anspruch – direkt und kompetent in der Krise zu helfen – soll die Telefonaktion erfüllen. Über die am häufigsten gestellten Fragen und die Antworten der Experten berichtet Handelsblatt.com im Anschluss.

Was?

Das Handelsblatt und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bieten Unternehmen, die von der Krise in der einen oder anderen Weise betroffen sind, telefonisch Informationen zu den Themen Kurzarbeit und Qualifizierung, Insolvenzrecht, Finanzierung und Kredite an.

Wann?

Dazu werden am Donnerstag, 23. April 2009, zwischen 9.30 Uhr und 15.30 Uhr Telefonleitungen freigeschaltet.

Wer?

An den Telefonen sitzen der Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, Hartmut Schauerte, der parlamentarische Staatsekretär im Bundesarbeitsministerium, Klaus Brandner, die Vorsitzende des Verbandes Deutscher Bürgschaftsbanken, Waltraud Wolf, DZ-Bank-Vorstand Thomas Duhnkrack, der Vertriebsleiter der KfW, Stefan Breuer, die Abteilungsleiterin für Produktmanagement des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Christiane Bauer, das Geschäftsführungsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Banken, Markus Becker-Melching, und Experten der Bundesagentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammern.

Wie?

Die Experten sind erreichbar unter den Telefonnummern:

  • 030/203081650

    (Finanzierung)
  • 030/203081651

    (Kurzarbeit)
  • 030/203081652

    (Insolvenz)


Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%