Termin Mitte Februar: Neue Gespräche über Atom-Zwischenlager

Termin Mitte Februar
Neue Gespräche über Atom-Zwischenlager

Im Streit um Atom-Zwischenlager soll es zu neuen Gesprächen kommen. Das Bundesumweltministerium will Mitte Februar einen Termin angesetzt haben. Es geht um die Lagerung von 26 Castoren mit Atommüll.
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BerlinIn die Suche nach Atommüll-Zwischenlagern kommt einem Pressebericht zufolge Bewegung. Das Bundesumweltministerium habe Ministerpräsidenten der Bundesländer für den 14. Februar zu Gesprächen über das Thema nach Berlin eingeladen, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) vorab unter Berufung auf Ministeriumskreise. Ziel sei es, zu einem politischen Grundkonsens zu kommen und eine Hürde auf dem Weg zu einem neuen Atommüll-Endlager aus dem Weg zu räumen.

Dem Blatt zufolge geht es konkret um die zwischenzeitliche Lagerung von 26 Castoren mit Atommüll aus Deutschland, der in Anlagen in Großbritannien und Frankreich aufgearbeitet wurde und ab 2015 zurück in die Bundesrepublik kommen wird. Da die Castoren nicht mehr im Salzstock Gorleben deponiert werden könnten, müsse auf mindestens drei Zwischenlager deutscher Atomkraftwerke zurückgegriffen werden.

Die Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat die Umweltverbände aufgerufen, sich an der Suche eines Endlagers zu beteiligten. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ mahnte die Politikerin die Organisationen, ihren Platz in dem Expertengremium zu besetzen, das Grundlagen für die Endlagersuche erarbeitet. Nach ihrer Einschätzung wäre es ein Verlust, auf Sachverstand verzichten zu müssen, nur weil sich die Verbände und Anti-Atomorganisationen nicht auf eine gemeinsame Position einigten.

Göring-Eckardt nannte es ein gutes Signal von Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), dass sein Land unter Bedingungen zur Zwischenlagerung von Atommüll bereit ist. „Das zeigt erneut, dass sich Grüne der Verantwortung stellen“, meinte sie.

Im Juni hatte der Bundestag nach mehr als 30-jährigem Streit über die Deponierung von hochradioaktivem Atommüll den Startschuss für eine neue Endlagersuche gegeben. Niedersachsen hatte dem Konsens erst zugestimmt, nachdem eine Vorfestlegung auf Gorleben ausgeschlossen wurde. Eine Kommission soll bis Ende 2015 die Kriterien für die Suche nach einer Deponie formulieren. Bis zum Jahr 2031 soll der Bundestag dann den Standort festlegen. Der Haupt-Streitpunkt, das fehlende Zwischenlager für neuen Atommüll, war bis nach der Bundestagswahl ausgeklammert worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Zunächst sollte der grünpopulistische Begriff „Atommüll“ aus dem Vokabular gestrichen werden, denn es handelt sich hier nicht um Müll im Wortsinn, sondern um nicht genutzte Energie an der falschen Stelle. Von daher muß er nicht „endgelagert“ werden, der Begriff Zwischenlagerung greift da viel besser. Denn so steht die noch vorhandene Energie den nachfolgenden Generationen zur Verfügung. Diese unter Tage verschütten zu wollen ist Energie- und Ressourcenverschwendung im Stile sozialistischer Staaten.
    Die Kastoren wurden bisher auch nicht im Salzstock in Gorleben deponiert, das ist nach wie vor durch einen Grünen Minister verboten, sondern auf dem Gelände des Salzstockes.
    Das ausgerechnet eine Grüne die Umweltverbände dazu aufruft sich an der Suche nach einem Endlager zu beteiligen macht die Sache auch nicht besser, denn gerade diese Partei hat bisher alles, was eine „Endlagerung“ der radioaktiven Reststoffe betrifft, nach Kräften torpediert und gutwillige Menschen zu aggressiven und rechtswidrigem Verhalten gegen Transport und Lagerung der Kastoren angestachelt. Außerdem bleibt das, von einem grünen Soziologen verfügte Verbot der Kernforschung in D, weiterhin bestehen. Es sollte umgehend aufgehoben, die Forschung an Kernkraftwerken neuester Generation forciert werden, damit die in den Kastoren gelagerte Energie in elektrische umgewandelt werden kann. Das Ergebnis von Forschung und Betrieb neuester Kernkraftwerke wäre die deutliche Reduzierung dieser radioaktiven Reststoffe und der Wiedereinstieg in eine saubere, umweltfreundliche und stetige Energieerzeugung zu vernünftigen Preisen für alle. So, wie es vor der „Energiewende- und Ökostromzeit in Deutschland war.

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