Terror-Gefahr Regierung prüft schärfere Kontrollen

Die Bundesregierung prüft schärfere Sicherheitsvorkehrungen und eine bessere Kontrolle von Luftfracht. Nach den vereitelten Anschlägen mit Paketbomben aus dem Jemen hat sie deshalb einen Arbeitsstab gebildet. Derweil läuft die Suche nach den Hintermännern auf Hochtouren.
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Frachtmaschinen auf dem Flughafen Köln/Bonn. Quelle: Reuters

Frachtmaschinen auf dem Flughafen Köln/Bonn.

(Foto: Reuters)

BERLIN. Nach den vereitelten Anschlägen mit Paketbomben aus dem Jemen prüft die Bundesregierung eine Verschärfung bei der Kontrolle von Luftfracht. Dazu wurde ein Arbeitsstab von Auswärtigem Amt, Verkehrs- und Innenministerium sowie den Sicherheitsbehörden eingerichtet.

International geht die Suche nach den Aufgebern der an Ziele in den USA adressierten Sprengstoffpäckchen und ihren Hintermännern weiter. Die jemenitischen Behörden suchten am Montag nach einer Frau, die die Paketbomben nach Amerika verschickt haben soll. Eine erste Terror-Verdächtige war wieder freigelassen worden.

Die in England und Dubai aufgespürten Paketbomben haben zu einer Debatte über gravierende Sicherheitslücken im weltweiten Luftfrachtverkehr geführt. In Deutschland werde jetzt ein Verbot von Frachtlieferungen nicht nur aus dem Jemen, sondern auch aus anderen Ländern geprüft, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es werde ein EU-weites Vorgehen zusammen mit dem USA angestrebt.

In der Bundesrepublik, Großbritannien, den USA und Frankreich war als Konsequenz aus den Bombenfunden vom Freitag der gesamte Luftfrachtverkehr aus dem Jemen gestoppt woren. "Wir lassen keinerlei Luftpostpakte und Fracht aus dem Jemen mehr nach Deutschland", sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) räumte ein, dass Luftfracht "relativ wenig" kontrolliert wird. Eines der für die USA bestimmten Sprengstoffpakete war über den Flughafen Köln/Bonn nach Großbritannien gegangen. Der Vorsitzende des Bundestags- Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), wertet die Sprengsätze in den Luftfrachtpaketen als Beleg dafür, dass Deutschland nach wie vor im Visier der Terroristen steht.

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