Terror in Paris
Generalbundesanwalt ermittelt wegen deutschem Opfer

Weil auch ein Deutscher unter den 129 Todesopfern der Anschläge in Paris ist, schalten sich nun offenbar auch Bundesbehörden in den Fall ein. Ob sie zur Aufklärung der Hintergründe beitragen können, ist noch offen.

KarlsruheNach den Anschlägen von Paris hat Generalbundesanwalt Peter Frank Ermittlungen eingeleitet. Seine Sprecherin Frauke Köhler sagte am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters, die Bundesanwaltschaft ermittele „vor dem Hintergrund, dass auch ein deutsches Todesopfer zu beklagen ist“. Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen Unbekannt. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte am Sonntag mitgeteilt, dass bei den Anschlägen in Paris auch ein Deutscher getötet wurde. Bei der islamistisch motivierten Anschlagsserie waren am Freitagabend mindestens 129 Menschen getötet und mehr als 350 verletzt worden.

Im Fall eines von der bayerischen Polizei verhafteten möglichen Komplizen der Attentäter von Paris hat die Bundesanwaltschaft bislang die Ermittlungen nicht übernommen.

Die Sprecherin verwies hier auf die Zuständigkeit der bayerischen Behörden. Nach Angaben des bayerischen Landeskriminalamts war der 51-jährige Mann aus Montenegro auf der Autobahn festgenommen worden. In seinem VW-Golf seien acht Maschinenpistolen, ein Revolver und zwei weitere Pistolen gefunden worden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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