Terrorgefahr in Deutschland deutlich gestiegen
BKA läutet die Alarmglocken

Das Bundeskriminalamt (BKA) schätzt einem Medienbericht zufolge die Gefahr terroristischer Anschläge in Deutschland laut so hoch ein wie seit Jahren nicht mehr. Die Behörde empfiehlt der Bundesregierung deswegen, die Gefährdungseinschätzung für Deutschland heraufzusetzen.

HB FRANKFURT/MAIN. Das am Wochenende im Internet aufgetauchte Drohvideo müsse als Warnung des Terrornetzwerks Al Kaida an die Bundesrepublik aufgefasst werden, berichtet die „FTD“ ohne Angabe von Quellen. Aus Sicht des BKA habe sich der Gefährdungsabstand zu den USA, Großbritannien und Israel drastisch verringert. Das BKA selbst und das Bundesinnenministerium äußerten sich zu dem Bericht zunächst nicht.

Der „FTD“ zufolge deutet das BKA das Video als konkreten Hinweis: Für viele islamistische Gruppen gehöre es zum Ehrenkodex, vor einem Angriff zu warnen. Auch vor den verheerenden Anschlägen in Madrid vor drei Jahren habe es eine Drohung gegen Spanien gegeben. Konkrete Pläne für bevorstehende Attentate seien den Behörden allerdings nicht bekannt. Die Terrorgefahr für Deutschland sei abstrakt, aber hoch, hieß es.

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) warnte vor Panik. „Wir müssen das ernst nehmen und uns darauf vorbereiten, aber wir dürfen jetzt auch nicht in Panik verfallen“, sagte er am Donnerstag in Mannheim. „Die Gesamtbedrohungslage auch und gerade durch den internationalen Terrorismus ernst zu nehmen, halte ich schon für einen wichtigen Punkt.“

Noch bis vor kurzem hätten die deutschen Sicherheitsbehörden die Gefahr in Deutschland als weit geringer als in den USA, Großbritannien und Israel eingestuft, heißt es in dem „FTD“-Bericht. Dieser Abstand habe sich nach Ansicht der obersten Polizeibehörde mittlerweile drastisch verringert.

Islamische Extremisten hatten in einem Video am Wochenende ihre Forderung an Deutschland nach einem vollständigen Truppenabzug aus Afghanistan bekräftigt und mit Terroranschlägen gedroht. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen die Behörden davon aus, dass zumindest der Verfasser der Videountertitel aus dem deutschsprachigen Raum stammt, wie die „FTD“ schreibt.

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