Terrorverdächtiger aus Hessen
Tunesien strebt Auslieferung an

Die tunesischen Behörden wollen die notwendigen Schritte einleiten, um den am Mittwoch festgenommenen Mann zu überstellen. In seinem Heimatland soll er eine Verbindung zu dem Anschlag auf das berühmte Bardo-Museum haben.
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TunisTunesien will nach Angaben eines Justizsprechers die Auslieferung des in Hessen verhafteten Terrorverdächtigen beantragen. Sobald die Identität des Mannes bekannt sei, werde man die notwendigen Schritte einleiten, sagte der Sprecher des auf Terrorfälle spezialisierten Gerichtes in Tunis, Sufian al-Saliti, der Deutschen Presse-Agentur. Man stehe mit Interpol in Kontakt.

Die Polizei in Hessen hatte den 36-Jährigen Tunesier am Mittwoch bei einer groß angelegten Razzia gegen islamistischen Terror festgenommen. Er soll für die Terrormiliz IS einen Anschlag in Deutschland geplant haben. In seinem Heimatland soll der Mann an dem Anschlag auf das berühmte Bardo-Museum in der Hauptstadt Tunis mit mehr als 20 Toten im März 2015 beteiligt gewesen sein.

Der Verdächtige saß schon einmal in deutscher Auslieferungshaft. Die tunesischen Behörden hätten die nötigen Auslieferungsunterlagen damals nicht vorgelegt, so dass der Mann nach Ablauf einer Frist wieder freigelassen wurde, erklärten die deutschen Behörden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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