Teure Knöllchen
Städte kassieren mehr Geld von Parksündern

Zahlreiche deutsche Städte melden laut einer Umfrage höhere Einnahmen von Parksündern. Teurere Knöllchen mit dem neuen Bußgeldkatalog sollen den angeschlagenen Kommunen weitere Millionen einbringen.
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Autofahrer sind für deutsche Städte eine zunehmend sprudelnde Einnahmequelle. Zahlreiche deutsche Großstädte nahmen im vergangenen Jahr mehr Geld durch Parkgebühren ein, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd in 14 deutschen Bundesländern ergab. Zugleich verbuchten einige Städte ein Minus bei den Bußgeldern von Falschparkern. Doch hier stehen die Zeichen auf Grün: Wenn ab April, wie von der Bundesregierung geplant, die Bußgelder für Parkgebühren-Preller steigen, wird auch hier die Kasse wieder klingeln.

Dank Parkgebühren und Bußgeldern für Falschparker flossen hochgerechnet mehrere Hundert Millionen Euro aus den Geldbeuteln der Autofahrer in die Kassen der Kommunen, wie aus den Rathäusern zu erfahren war. Allein die großen Städte in Hessen freuten sich im vergangenen Jahr über mehr als zwölf Millionen Euro Einnahmen aus Bußgeldern von Parksündern - die regulären Parkgebühren sprudeln häufig noch stärker.

Über die Höhe der Parkgebühren kann jede Stadt selbst entscheiden - begrenzt durch Obergrenzen, die das Land definiert. Stuttgart und Schwerin aber nahmen mehr ein, weil die Stadt vergangenes Jahr zusätzliche Stellplätze kostenpflichtig machte. Die Mitarbeiter der Städte ziehen aus den Parkscheinautomaten ganz unterschiedliche Summen - in Köln nach eigenen Angaben mehr als 16 Millionen Euro, in Frankfurt am Main dagegen lediglich vier.

Köln liegt bei den Einnahmen ohnehin ganz weit vorne - kostenlose Stellflächen sind auch weitab des Domes Mangelware. In Stuttgart etwa zahlten Autofahrer vergangenes Jahr nur 5,1 Millionen Euro an Parkgebühren, was einem Plus von einer halben Million Euro entsprach. Leicht sinkende Einnahmen aus Parktickets meldeten wenige Kommunen, darunter etwa Hannover. Das Minus in der Landeshauptstadt Niedersachsens fiel mit etwa 200.000 Euro gering aus.

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In anderen Kommunen gehen die Einnahmen zurück

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  • Ich fahre zum Beispiel ins CENTRO nach Oberhausen. Da kostet Parken nichts. Ich möchte damit auch einen Beitrag am Sterben des Einzelhandels in den Innenstädten leisten. Die Stadtverwaltung will es nicht anders. Übertrieben hohe Parkgebühren und Aufstockung der Politessen muss einfach bestraft werden. Wenn in naher Zukunft die Innenstädte veröden und verrotten, gibt es soviel ungenutzten Parkraum, wie es sich die Städte nie gewünscht hätten. Das Abkassieren von heute, ist der Untergang von morgen. Weiter so. Ihr wollt es nicht anders.

  • Sollte allerdings der Parkscheinautomat kaputt sein, dann kann man umsonst parken und bekommt auch kein Strafmandat, da man ja keinen Parkschein ziehen konnte. Es soll Regionen geben, da sind diese Dinger in kurzen Abständen immer wieder auf´s neue defekt.

  • Überregulierung von kleinkarierten Erbsenzählern in Ordnungsämtern und Magistraten, um ihren Waiste of Money für Selbstdarstellung und Prestigeprojekte wieder bei den Bürgern zusammenzukratzen.

    Je linker und grüner, desto unintelligenter! Parkraumverknappung und Stadtbesucher-Vergrämung als kommunales Politikziel!

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