Textildiscounter
Verdi streikt erneut bei Kik

Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter des Textildiscounter Kik zu neuen Streiks aufgefordert: Verdi fordert Einzelhandelstarifverträge für Lagerarbeiter. Sie sind teilweise auf staatliche Unterstützung angewiesen.
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DüsseldorfDie Gewerkschaft Verdi hat nach drei Monaten Unterbrechung ihren Streik beim Textildiscounter Kik wieder aufgenommen. Die Beschäftigten im Zentrallager der Firma im nordrhein-westfälischen Bönen seien seit Beginn der Frühschicht um 4.30 Uhr zum Ausstand aufgerufen, teilte der NRW-Landesbezirk von Verdi am Freitagmorgen in Düsseldorf mit. Die Gewerkschaft will durchsetzen, dass die Beschäftigten des Kik-Zentrallagers nach den Tarifverträgen des NRW-Einzelhandels bezahlt werden.

Die Kik-Geschäftsführung habe auf einer Betriebsversammlung erneut klar gemacht, keinesfalls einen Tarifvertrag unterschreiben zu wollen, erklärte Verdi-Streikleiterin Christiane Vogt. „Die Empörung der Kolleginnen und Kollegen war riesengroß.“ Die Forderung nach der Anerkennung der Einzelhandelstarifverträge werde „ohne wenn und aber“ aufrecht erhalten, betonte Vogt.

Nach Gewerkschaftsangaben verdienen die 400 Kik-Lagerarbeiter in Bönen jeweils lediglich rund 1750 Euro im Monat und müssen deshalb zum Teil staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Gemäß dem Einzelhandelstarifvertrag in NRW würden sie laut Verdi 2106 Euro im Monat verdienen.

Verdi hatte im November mit Ausständen in Bönen begonnen. Anfang Dezember stoppte die Gewerkschaft die Streiks zunächst und erklärte, die Geschäftsfühung soll die „die besinnliche Zeit nutzen, um ernsthaft über die Vorteile einer Tarifbindung nachzudenken“. Vom Lager in Bönen aus werden alle Kik-Filialen in Deutschland beliefert.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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