Theologe war Mitglied im Bundestag und im Europaparlament
DDR-Bürgerrechtler Ullmann gestorben

Im Alter von 74 Jahren ist der Theologe und ehemalige DDR-Bürgerrechtler Wolfgang Ullmann gestorben. Er engagierte sich für die Opfer von Stasi und SED-Diktatur.

HB BERLIN. Der DDR-Bürgerrechtler und Theologe Wolfgang Ullmann ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Nach Angaben des Forums zur Aufklärung und Erneuerung starb Ullmann am Freitagabend plötzlich und unerwartet auf einer Urlaubsreise. Ullmann war 1992 in Leipzig Mitbegründer des Forums zur politischen, juristischen und historischen Aufarbeitung der SED-Diktatur. Mehre Jahre lang arbeitete er als dessen Vorsitzender.

Der Theologe wurde bekannt als Mitglied des Zentralen Runden Tisches der DDR und der ersten frei gewählten Volkskammer. Später war Ullmann Mitglied für die Grünen im ersten gesamtdeutschen Bundestag und im Europäischen Parlament.

Er setzte sich für die Auflösung der DDR-Staatssicherheit ein und forderte im Verfassungs- und Gesetzgebungsprozess die gesellschaftlichen Dimension der Überwindung der Folgen der SED-Diktatur anzuerkennen.

Das Forum betonte, Ullman habe sich mit viel Engagement für die Rehabilitierung von SED-Opfern und die Wiedergutmachung eingesetzt. Erst am 7. Juli wurde Ullmann für seine Verdienste die Berliner Stadtältestenwürde verliehen.

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